Sicherheitsvorschriften und Verhaltensregeln mit Cartoons – Motiv Feuertür

Sicherheitsvorschriften und Verhaltensregeln mit Cartoons wirkungsvoll verankern

In diesem Artikel zeige ich, welchen Nutzen und Mehrwert Cartoons bei der Kommunikation von Sicherheitsvorschriften und Verhaltensregeln bieten.

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Wir sind uns wahrscheinlich alle einig: Sicherheitsvorschriften können Leben retten, und gewisse Verhaltensregeln sind wichtig.

Doch Hand aufs Herz: Wer von uns beschäftigt sich wirklich gerne und intensiv mit dem Thema?

Allein das Thema Feuertüren oder überhaupt Türen bietet unendlichen Spielraum. Hier werden sinnvolle Verhaltensregeln oder Sicherheitsvorschriften ständig nicht beachtet.

Zum Beispiel lassen wir Balkon- oder Terrassentüren (oder Fenster) gekippt, wenn wir aus dem Haus gehen. Nach dem Motto: Sind ja quasi zu – bloß eben mit einem kleinen Spalt dazwischen. Oder wir hüpfen in letzter Sekunde durch die sich bereits schließenden Türen in die U Bahn. Und weil’s bequemer ist, lassen wir auch gerne mal Feuertüren offenstehen (bzw. blockieren sie so, dass sie offen bleiben).

Natürlich ist das völlig kontraproduktiv. Das wissen wir auch alle. Trotzdem tun wir es.

Da stellt sich angesichts der möglichen schwerwiegenden Folgen die Frage: Wie lassen sich solche Verhaltensweisen effektiv abstellen?

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Bewusstsein erkennen

Anhand der gekippten Türen bzw. Fenster lässt sich dies sehr schön illustrieren: Hier arbeitet die Polizei mit dem Merksatz „Auch gekippte Fenster sind offene Fenster”.

Ziel ist in erster Linie eine Bewusstseinsänderung. Vom Bewusstsein „gekippt = quasi geschlossen“ hin zum Bewusstsein „gekippt = offen“. Und wer von uns lässt schon seine Fenster offen stehen, wenn wir aus dem Haus gehen? Wahrscheinlich sehr wenige Menschen. Mit der Bewusstseinsänderung dürfte also auch die Verhaltensweise, Türen oder Fenster auch bei Abwesenheit gekippt zu lassen, leicht zu verändern sein.

Bedürfnisse verstehen

Ein anderes Beispiel zum Thema Türen und Verhaltensregeln, das ich schon seit Jahrzehnten beobachte, stammt aus dem öffentlichen Nahverkehr von Wien bzw. Berlin:  Eine U-Bahn ist abfahrtsbereit. Ein Abfahrtssignal ertönt, das signalisiert: Jetzt bitte nicht mehr einsteigen. Oder es erfolgt eine Durchsage „Zurück bleiben!”.

Doch was passiert? Die Fahrgäste fangen an zu laufen und werfen sich zielgenau zwischen die sich bereits schließenden Türe.

Hier scheinen sich zwei Interessen konträr gegenüberzustehen: Die Fahrgäste wollen schnellstmöglich weiterkommen und daher noch einsteigen. Die Verkehrsbetriebe wollen die Sicherheit der Fahrgäste garantieren und sie deshalb am Einsteigen hindern.

Doch sind diese Interessen wirklich so konträr?

Die Tokyoter U-Bahn beweist das Gegenteil: Etwa 4-5 Sekunden bevor die U-Bahn abfahrbereit wäre, ertönt eine schnelle, fast hektische Tonfolge, die die Fahrgäste akustisch zur Eile antreibt. Die Fahrgäste setzen sich – wie in Wien – in Trab und hüpfen in die U-Bahnwägen. Allerdings ist es hier gewollt und wurde bei der Gestaltung der Prozesse berücksichtigt.

Das Ergebnis: Die Bedürfnisse der Fahrgäste und der Verkehrsbetriebe wurden hier zielführend in Übereinstimmung gebracht.

Bilder im Kopf verankern

Um Sicherheitsvorschriften und Verhaltensregeln in die Köpfe der Mitarbeiter*innen oder Kund*innen hineinzubekommen, kann es von entscheidendem Vorteil sind, mit Cartoons zu arbeiten.

Ob als Infoposter, Folder, Social Media Kampagne oder Erklärvideo – Cartoons…

  • wecken Neugier und Interesse auch für „trockene“ oder „sperrige“ Themen
  • dürfen dabei übertreiben, über die Stränge schlagen und zu drastischen Darstellungen greifen
  • sind nie belehrend, sondern versprechen – auch bei ernsthaften Inhalte – Spaß und Unterhaltung
  • sprechen auch Personen an, die nicht gerne lesen bzw. die nicht gut lesen können
  • verankern Themen im Kopf, so dass sie in Erinnerung bleiben

Ein eindrucksvolles Beispiel für den Einsatz von Cartoons in Zusammenhang mit Sicherheitsvorschriften und Verhaltensregeln ist die Informationskampagne der Metro in Melbourne. Hier wurden bereits vor vielen Jahren die wichtigsten Verhaltensweisen in Form einer Cartoon-Videoserie „Dumb Ways to die” dargestellt.

Und jetzt sind wir beim heutigen Cartoon. Die Idee haben mir die Nachbarn in meinem Haus geliefert. Weil sie praktisch immer eine der Feuertüren, die vom Hausflur zur Garage führen, offenstehen lassen. Zugegeben: es gibt noch eine zweite Tür. Aber gibt es nicht den Spruch: Doppelt hält besser?

Insofern dachte ich mir diese Woche: Jetzt mache ich einfach mal einen Cartoon zum Thema Feuertür. Den hänge ich jetzt gleich im Hausflur an mein „Cartoons by Roth“-Board. Mal schauen, was sich tut…

Ich werde darüber berichten!

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