Visual Storytelling mit selbstgezeichneter Figur Qi Gong Kleinowitz

Eine einfache Flipchart Dramaturgie als Basis für Visual Storytelling

In diesem Blogartikel erkläre ich auf einfache Art, was man unter Flipchart Dramaturgie versteht und wie man mit dieser ganz leicht ins Arbeiten mit Visual Storytelling kommt.

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Visual Storytelling – das ist aktuell ein Begriff, der voll im Trend liegt. Allerdings habe ich den Eindruck, dass der Begriff teilweise künstlich aufgebauscht und wissenschaftlich überfrachtet wird. Mit recht starren, komplexen und schwierigen Konzepten, die für die praktische Anwendung im Business-Alltag meiner Ansicht nach zu sperrig sind.

Visual Storytelling von der ersten Minute an

Mein beruflicher Fokus ist immer darauf gerichtet, komplexe, abstrakte und sperrige Business Messages auf den Punkt zu bringen – so dass sie Menschen begeistern. Daher habe ich ein eigenes Visual Storytelling Konzept entwickelt, wo man ab der ersten Minute ins Tun kommt. Und Schritt für Schritt die eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten auf- und ausbaut.

Meine Expertise basiert übrigens nicht nur auf meiner Tätigkeit als Business Cartoonistin. Sondern auch auf meinen früheren beruflichen Erfahrungen in Werbeagenturen sowie als Regie- und Dramaturgieassistentin. Nicht zu vergessen der theoretische Background meines Magisterstudiums der engl. und dt. Literatur & Linguistik und Theaterwissenschaft.

Das Zauberwort lautet „Dramaturgie“

Im Theater oder Film ist das der Ablauf oder die Szenenfolge. Beim Visualisieren würde ich den Begriff eher mit „Aufbau“ übersetzen. „Aufbau“ im Sinne von: Wie baue ich meine Visualisierung(en) so auf, dass ich mein(e) Ziel(e) erreiche? Welche Art Ziele das sein können – das werden wir uns in den nächsten Wochen genauer anschauen. Heute beginnen wir mit einer ersten „Fingerübung“, die zeigt: Dramaturgie kann so einfach sein!

Case Study „Blicke am Flipchart lenken“

Das ist eines der wichtigsten Dinge bei Präsentationen oder Vorträgen am Flipchart. Da aktuell das Flipchart wieder stark im Kommen ist, habe ich für diesen Artikel ein Flipchart-Beispiel ausgewählt.

Das Flipchart hat die wichtige Funktion eines visuellen Ankers. Denn die meisten Menschen sind visuell veranlagt. Das heißt: Das Publikum des Vortrags oder der Präsentation wird sich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit eher das merken, was am Flipchart zu sehen war als das, was der/die Vortragende gesagt hat.

Die Herausforderung lautet daher: Wie lassen sich Flipcharts so gestalten, dass die Aufmerksamkeit des Publikums auch auf die wichtigsten Punkte gelenkt wird?

Figuren sind die stärksten dramaturgischen Elemente am Flipchart

Sie ziehen sofort die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Und sie können diese Aufmerksamkeit dorthin weiterlenken, wo der oder die Vortragende sie gerne haben möchte.

Das Header-Bild dieses Artikels zeigt einen guten Bekannten und guten Freund von mir, Johannes Kleinowitz. Er ist Qi Gong Lehrer und Inhaber von Qi Gong Kleinowitz.

Johannes präsentiert bei seinem Vortrag einen schwarzen Kreis. Das klingt jetzt profan. Aber der Kreis ist das zentrale Tool für seine Qi Gong Augenmeditation.

Dafür hat Johannes eine ebenso klassische wie einfache Flipchart-Dramaturgie mit Figur gewählt:

  1. Links ist eine selbst gezeichnete Figur, die als erstes die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
  2. Mit ihrem Arm und ihrer Blickrichtung lenkt die Figur die Aufmerksamkeit des Publikums nach rechts.
  3. Rechts steht der schwarze Kreis.

Die Aufmerksamkeit des Publikums wird in diesem Fall via Figur direkt auf den schwarzen Kreis gelenkt.

Und warum hängt Johannes nicht nur den schwarzen Kreis hin? Ganz einfach: Weil es sehr viel einfacher ist, die Aufmerksamkeit mit einer Figur zu bekommen und Neugier & Interesse zu wecken, als wenn der schwarze Kreis alleine dahinge.

Die Herausforderung bei dieser Flipchart-Dramaturgie ist lediglich, eine Figur zu zeichnen. Diese Figur kann im Grunde aussehen, wie sie will. Es könnte also auch eine Strichfigur sein.

Allerdings gibt es einen Punkt, der wichtig ist: Die Figur soll ja der Held oder die Heldin des Flipcharts sein. Und wie im Film oder am Theater ist es notwendig, wenn das Publikum Sympathien für den/die HeldIn empfindet.

Viel Spaß dabei
wünscht
Barbara

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