Visual Storytelling am Flipchart

Visual Storytelling lernen

Visual Storytelling lernen ist einfacher als viele denken.

In diesem Artikel zeige ich, wie du in 5 einfachen Steps dein Flipchart als Visual Storytelling neu denkst – und so wegkommst von der üblichen Art am Flipchart mit Bullet Points und Aufzählungen zu präsentieren. Stattdessen zeige ich dir, wie du mit Visual Storytelling spannende und unterhaltsame Flipcharts selber gestalten kannst.

Visual Storytelling lässt sich übrigens auch sehr gut im Rahmen von Business Präsentationen bei Events, Jubiläen und Mitarbeiterfeiern in Power Point nutzen. Auch als Poster, Wandplakat oder -malerei, in Foldern, Broschüren u.v.m. lässt sich mit dieser Form der Visualisierung arbeiten.

Gerade im Unternehmens- und Trainings-Kontext ist Visual Storytelling eine kreative Möglichkeit, gezielt eine erhöhte Aufmerksamkeit zu generieren. Dabei sind die Vorteile von VIsual Storytelling vielfältig!

Visual Storytelling…

  • …weckt Neugier und Interesse.
  • …bringt komplexe oder abstrakte Themen leichter & schneller an die Zielgruppe rüber.
  • …verankert Informationen nachhaltig in unseren Köpfen.
  • …wirkt ansprechend und hat einen hohen Unterhaltungswert.
  • …funktioniert über kulturelle und Sprachgrenzen hinweg.

Und so lassen sich Business Themen als Visual Storytelling verpacken:

Step 1: Um was geht es?

Grundsätzlich können wir jedes Thema als Visual Storytelling darstellen.

Dabei kann es sich um ein sehr kompaktes Thema handeln. Ein typisches Beispiel ist der Ablaufplan einer Veranstaltung wie z.B: eines Seminars, Vortrags oder einer Veranstaltung.

Es ist auch möglich, längere Zeitspannen darzustellen, z.B. Biografie einer Person oder eine Unternehmenshistorie. Hier erstreckt sich das Visual Storytelling über mehrere Jahrzehnte.

Wir können aber auch noch viel größere und komplexere Dinge darstellen: Im Business Konntext kann das beispielsweise die strategische Weiterentwicklung & Wandlung eines Unternehmens sein.

Step 2: Wohin geht die Reise?

Damit ist ganz einfach gemeint: 1) Wo fängt die Geschichte an, 2) wo endet sie – und was ist 3) die Herausforderung, das Problem oder die Krise, die es zu überwinden gilt?

War ist mit Herausforderung, Problem oder Krise gemeint?

Bei Biografien von Menschen oder Unternehmen sind dies klarerweise die Bruchstellen oder Zeiten der Veränderung – Stichwort Change.

Auch Lernprozesse lassen sich als Abenteuerreise verstehen. Hier lässt sich z.B. der Transfer in die Praxis als erfolgskritischen Punkt herausarbeiten.

Step 3: Welche „Stationen“ gibt es auf der Reise?

Wenn wir Anfang, Ende und zentrale Herausforderung unserer Geschichte gefunden haben, dann geht es darum, weitere wichtige Stationen auf dem Weg zu definieren.

Um es wieder konkret zu machen:

Im Falle einer Biografie sind das all die Dinge, die rückblickend wichtig waren: Schulische oder berufliche Abschlüsse, private Lebensereignisse, die persönliche Entwicklung. Im Falle eines Unternehmens seine Entwicklung im Laufe der Zeit.

Bei einem Event oder Training kann das ganz einfach der Ablauf sein – die Inhalte, Pausen, etc.

Im Business Kontext wird bei Projekten üblicherweise von „Milestones“ gesprochen. In der Sprache steckt bereits ein Bild: Der „Meilenstein“ als Markierung am Rand vom Weg, der einem zeigt, wie weit man schon ist.

Step 4: Die Story visuell darstellen

Bei Visual Storytelling geht es darum, eine Geschichte zu erzählen. Anders als bei den üblichen „Bullet Point Flipcharts“ erfordert die Technik als erstes einmal ein grundsätzliches Umdenken. In diesem Artikel geht es um diese anderen Art zu denken.

Ein Klassiker des Visual Storytellings ist der Weg.

Entlang eines mehr oder weniger geschwungenen Weges (das hängt von der Anzahl der Stationen ab, die wir unterbringen müssen!), arrangieren wir unsere Stationen oder Milestones, die wir bei Punkt 3 festgelegt haben.

Dabei können wir im wahrsten Sinne des Wortes „Milestones“ verwenden (also Steine am Wegesrand).

Darüber hinaus gibt es viele andere Möglichkeiten der Darstellung. An meinem Pinterest Board Flipcharts finden Interessierte zahlreiche Inspirationen

Step 5: Wer ist Held oder Heldin der Geschichte?

Wir haben jetzt zwar die Story – aber was uns noch fehlt, sind Held oder Heldin.

Im Falle der Biografie ist das klarerweise die Person, um deren Leben es geht. Das scheint noch relativ einfach, weil wir eine Person haben, die wir aufs Flipchart bringen müssen.

Bei einem Kurs oder Seminar sind es die TeilnehmerInnen, was schon eine kleine Gruppe von Menschen sein kann. Da wird’s schon eng auf dem Flipchart, wenn wir alle darstellen wollen. Daher bietet es sich hier an, einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin als Helden oder Heldin zu nehmen.

Im Falle eines Unternehmens, wo es die MitarbeiterInnen des Unternehmens sind, wird’s etwas größer. Angenommen, wir sprechen von einem globalen Unternehmen, dann hätten wir es mit hunderttausenden von Menschen zu tun. Auch hier können wir nur mit StellvertreterInnen arbeiten.

Das heißt: Unabhängig von der Größe der Gruppe brauchen wir eine Figur, die stellvertretend als Held oder Heldin die Story erlebt.

Übrigens kann so eine Figur auch ein Symbol für „das Unternehmen“, „die Marke X“ oder „die Menschheit“ sein. Und darüber hinaus auch stellvertretend für Begriff wie „die Natur“ oder sogar nicht gegenständliche Begriffe wie „der Fortschritt“ stehen.

Mehr über Held/Heldin und Heldenreise findest du in diesem Blogartikel.

Ich hoffe, ich konnte zeigen, wie leicht und einfach man Visual Storytelling in 5 Schritten konzipieren und erstellen kann – und wünsche viel Spaß bei der eigenen Arbeit damit!

Barbara

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