Fastencartoon für Fastenbuch Blogartikel Imagebild

Buchillustrationen – die besten Fastencartoons

Die Idee, Fastencartoons zu zeichnen, kam von meiner Freundin, Geschäftskollegin und Autorin des Buches, Christina Thomar. Ob ich für ihr Lifestyle Fastenbuch als Illustrationen einen Fastencartoon machen könne. Genauer gesagt mehrere. Am besten für jedes Kapitel einen.

Ich sagte spontan zu. Denn Buchillustrationen sind immer wieder eine wundervolle Aufgabe. Und überhaupt liebe ich es, wenn mir ein neues Projekt angeboten wird. Ich bin dann immer gleich euphorisch und lege mit Tempo los.

Allerdings trat in diesem Fall trat bei meinem ersten kreativen Brainstorming eine gewisse Ernüchterung ein. (Wobei man, weil es ja ein Fastenbuch ist, sagen könnte: Passt eigentlich gut zum Thema).

Ich stellte nämlich fest, dass mir zum Thema Fasten vor allem immer wieder ein Bild in den Kopf kam: Eine Cartoonfigur, die vor einem leeren Teller sitzt.

Sicher, auch mit einem leeren Teller kann man einen kreativen Cartoon machen. Wobei die Betonung auf „einen“ liegt. Aber Illustrationen für ein ganzes Buch?

Hm.

Da musste ich mir also etwas Besonderes einfallen lassen. Denn ich hatte es mit einer klassischen Herausforderung zu tun.

Fastencartoon Nr. 2 mit Fastenspruch als Image Bild

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Wie bebildert man abstrakte Themen?

Aus meiner Zeit, als ich in Werbeagenturen gearbeitet habe (u.a. Publicis Group Austria), verfüge ich natürlich über eine ganze Palette an Kreativtechniken.

Und die wendete ich auch an. Dabei habe ich natürlich in den letzten Jahren eine gewisse Disziplin und Routine entwickelt. So dass garantiert immer irgendetwas dabei herauskommt.

Mir kamen auch eine Menge Ideen. Aber: Die richtig zündende Idee, wie ich die Cartoons zu etwas Außergewöhnlichen machen könnte (auch gerne „creative angle“ genannt) – die fehlte mir irgendwie. Ich war unzufrieden, wusste aber nicht, wo ich kreativ hinwollte.

Als Erklärung für alle, die selber nicht im künstlerischen oder Kreativbereich arbeiten: Dieser Zustand ist nicht negativ zu bewerten. Ganz im Gegenteil: Wenn sowas passiert, bedeutet das, dass man gerade den Wunsch hat, über den Tellerrand hinauszuschauen – aber dahinter eben noch nichts erkennen kann. Insofern ein wichtiger Teil eines Kreativprozesses.

Wie so oft helfen einem in einer solchen Situation Zufälle.

In meinem Fall war das eine Reise in die Toskana. Gemeinsam mit meinem Lebensgefährten verbrachte ich schöne Tage auf italienischen Piazzas und aß Unmengen herrlicher Dinge (wie immer in Italien).

An dem betreffenden Tag tat ich dies gerade in Siena. Und nebenbei besichtigte ich auch das Rathaus. Und dort passierte es:

In einem Raum gab es eine Ausstellung mittelalterlicher Buchmalerei. Da mich Kalligraphie sehr interessiert, schaute ich mir die ausgestellten Exponate intensiv an. Die wunderschönen Formen und Farben der Buchstaben. Alles handgemalt und handgezeichnet.

Handgezeichnet?

Plötzlich macht es in meinem Kopf Klick.

Kreative Ideen entstehen meiner Erfahrung nach oft dadurch, dass im Gehirn eine neuartige Vernetzung entsteht

Da war sie, die Idee: Ich würde meine Fastencartoons um die Zitate herum aufbauen, die am Anfang jedes Kapitals im Manuskript zu lesen waren.

In diesem Moment ging alles ganz schnell. Innerhalb weniger Sekunden hatte ich gedanklich in einige der Skizzen Buchstaben eingebaut bzw. die Motive so verändert, dass ich wusste: Ja, die Idee würde funktionieren.

Das ist übrigens auch eine Erkenntnis, die sich bei meiner Arbeit immer wieder bestätigt: Viele Ideen oder Skizzen, die ich für ein Projekt verwerfe, kann ich später für ein anderes Projekt ideal nutzen. Die ganze kreative Arbeit ist also nie umsonst. Manchmal dauert es halt, bis sie greifbare Früchte trägt.

Nach dem Urlaub erstellte ich dann die ersten drei Cartoons. Dieser hier gehörte damals dazu. Christina war begeisert. Es folgten in Gruppen die anderen Motive. Bei der Erstellung ging ich spontan vor: Worauf ich gerade Lust hatte und wo mir eine passende Idee kam, das zeichnete ich.

Interessanterweise entstehen solche Serien immer in mehreren Schüben. Ich stelle das bei meinen Aufträgen immer wieder fest. Es gibt gewisse Seriengrößen, die sich sehr gut aus einem Guss erstellen lassen. Drei Cartoons sind so eine günstige Größe. Als nächste Größe dann sieben Cartoons. Und weiter in 7er Schritten. Ich weiß nicht, ob das Zufall ist oder ob das Gehirn einfach gut mit dieser Zahl arbeiten kann.

Auch bei diesem Projekt stellte ich wieder fest:

Kreativprozesse brauchen Muße, Offenheit und die Bereitschaft, Neues zu versuchen

Eine Erkenntnis, die für viele Menschen verblüffend ist. Denn die meisten denken, ich setze mich einfach hin, überlege mir was und zeichne den Cartoon, fertig.

Dabei beginnt jeder Cartoon, auch der Fastencartoon, den ich für diesen Artikel verwendet habe, lange Zeit, bevor ich den ersten Strich setze.

Bei allen Projekten gibt es zuerst einmal ein Briefing. Darin werden alle für die Konzeption und Umsetzung wichtigen Informationen festgehalten. Diese bilden die Basis dafür, dass eine kreative Lösung gefunden werden kann.

Danach folgt die Ideenfindung (oder auch Konzeptionsphase genannt). Diese Phase passiert oft wie von selbst – zu Zeiten und an Orten, wo ich es nicht erwarte (der Klassiker: unter der Dusche oder beim Sport).

Manchmal braucht es auch ergänzende Recherchearbeit. Diese ist immer dann wichtig, wenn es um Spezielthemen geht wie z.B. technische Spezialprodukte, Branchen im B2B Bereich, von denen ich noch nie gehört habe oder einfach Dinge, von deren Aussehen, Funktion und Bedeutung ich noch keine Vorstellung habe. Bei dem Cartoon, den ich für diesen Artikel als Imagebild verwendet habe, waren das zum Beispiel die architektonischen Elemente, die ich für den Buchstaben „T“ verwendet habe. Die sind indischen Tempeln abgeschaut. Dafür habe ich mir im Internet viele Photos von indischen Tempeln angesehen und mit Skizzen herausgefunden, wie ich den Stil der Gebäude zeichnerisch wiedergeben kann.

Vor Erstellung der Original-Cartoons erstelle ich in den meisten Fällen Skizzen, die so aussagekräftig sind, dass man sich den finalen Cartoon vorstellen kann. Mit der Freigabe der Skizzen durch die Kund*innen gehe ich in die Umsetzung. Zu diesem Zeitpunkt arbeite ich ausschließlich schwarzweiß. Erst wenn diese schwarzweiße Version finalisiert worden ist (manchmal gibt es hier auch mehrere Korrekturrunden, wenn Details nachgebessert werden), erst dann werden ggf. Farbakzente hinzugefügt. Und schließlich wird der Cartoon als finales Dokument aufbereitet (z.B: Druckpdf).

Fasten Cartoon #3 Imagebild

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Das Ergebnis: 20 Fastenmotive bestehend aus Cartoon + Zitat

Insgesamt habe ich für das Fastenbuch 20 Cartoons im Buchmalerei-Stil erstellt. Wer sich für Heilfasten nach der Breuss Fastenkur interessiert und sich die Fastenzeit mit dem einen oder anderen Fastencartoon versüßen möchte, dem kann ich das Lifestyle Fastenbuch von Christina Thomar wirklich empfehlen. Ich benutze es jedes Jahr, wenn ich selber faste. Und sie geht das Thema mit einer wunderbaren Portion Humor an.

Für alle, die sich für das Thema Fasten interessieren: Das Buch kostet 19,80 und kann bei Amazon und auch direkt bei der Autorin gekauft werden (gerne eine E-Mail an mich schicken mit der gewünschten Anzahl und der Lieferadresse, und ich leite die Information weiter: barbara.roth@cartoonsbyroth.com)

Der Fastencartoon aus diesem Artikel sowie weitere ausgewählte Motive sind über meinen Online Shop auch auf T-Shirts, Tassen und vielen weiteren schönen Objekten erhältlich.

Fasten Cartoon #3 Imagebild

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