In diesem Artikel lernst du die 8 magischen Schritte kennen, wie du in deinem Leben im Flow sein kannst. Dabei erkennst du deine wahre Stärke und entfesselst deine ureigenste Schaffenskraft.
(Lesezeit ca. 12 Minuten)
Was dir „im Flow sein“ bringt
Der kreative Flow ist dein persönlicher Turbo im Leben. Aber nicht in Form von harter Arbeit und der Überwindung der eigenen (scheinbaren) Mangelhaftigkeit durch ständige Selbstoptimierung. Sondern ganz im Gegenteil durch die Wiederentdeckung deines authentischen Ichs und der Anbindung an die menschlich-intuitive Intelligenz und das uns allumfassende Energiefeld (nenne es Gott, das Universume, Urquelle…) Im Flow sein ermöglicht es dir, kreativ-innovative Ideen nicht aus dir selbst schöpfen zu müssen – sondern diese durch die Anbindung an ein größeres Ganzes quasi „downzuloaden“ zu können.

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Im Flow sein heißt, Effizienz neu zu denken
Die Voraussetzung für Flow Erlebnisse ist eine neue Form des Umgangs mit der Zeit. Und ich meine jetzt nicht die üblichen Techniken aus dem Zeitmanagement, wie wir durch früher Aufstehen oder all dem anderen Selbstoptimierungs-Quark unsere tägliche Workload angeblich effizienter bewältigen können. Sondern ich meine ein Bewusstsein dafür, dass es neben unserer linearen Zeitrechnung noch andere Formen von Zeit gibt. Dafür schauen wir kurz ins antike Griechenland:
Drei Arten von Zeit: 1. Chronos…
Die drei Zeitarten gehen auf die Namen von drei Göttern in der griechischen Antike zurück: Chronos war der Gott der Zeitmessung. Diese Art von Zeit ist die Zeit, die wir heutzutage mit Zeitmanagement zu optimieren versuchen, um unsere Produktivität zu steigern oder Aufgaben effizienter zu lösen. Neben Chronos gab es allerdings noch zwei weitere Formen von Zeit. Diese sind für das Thema Flow wichtig zu kennen:
… 2. Kairos und 3. Äon
Kairos war der Gott des richtigen Augenblicks. Bei dieser Art von Zeit geht es darum, im richtigen Moment das Richtige zu tun oder eine Gelegenheit beim Schopf zu packen. Und für den Flow spielt der richtige Augenblick eine ganz entscheidende Rolle, wie wir in Folge noch sehen werden. Die dritte Zeitform hat ihren Namen vom Gott Äon, der gleichzeitig Kind und Greis war und sowohl für die Ewigkeit stand als auch die Menschen dazu aufforderte, ihren Handlungen im Hier und Jetzt einen Sinn zu geben. Auch diese Art von Zeit ist wichtig zu verstehen, wenn es um das Thema Flow geht. Wir werden später im Text auf diese drei Zeitbegriffe zurückkommen!
Und wie kommst du jetzt in den Flow?
Griechische Götter gut und schön. Aber du willst mit dem Flow arbeiten und brennst jetzt wahrscheinlich schon darauf, eine Antwort auf die Frage zu erhalten: Wie kannst du bei deiner Arbeit in den Flow gelangen? Wann kannst du damit rechnen, ein Flow Erlebenis zu haben? Wie lange dauert so ein Flow Zustand? Und woran merken du überhaupt, dass der Flow da ist?
Was ist das eigentlich – im Flow sein?
Der Begriff Flow wird als schöpferischer Zustand beschrieben, bei dem man in einer Tätigkeit völlig aufgeht. Bekannt geworden ist der Begriff vor allem durch die Arbeiten des Psychologen und Kreativitätsforschers Csíkszentmihályi. Daraus abgeleitet taucht der Begriff Flow in der Managementliteratur auf – als derjenige Zustand, in dem es einfach flutscht. Wo dir die Dinge spielerisch leicht von der Hand gehen. Wo du so in eine Tätigkeit vertieft bist, dass du Zeit und Ort einfach vergessen – und dabei ein echtes Glücksgefühl spürst, da du etwas tut, was dir Freude macht.
Und für ganz entscheidend halte ich noch einen weiteren Punkt: Im Flow sein ist eng verbunden mit Kreativität und Intuition. Wenn du mit dem Flow arbeitest, wirst du in der Lage sein, innovative Ideen zu entwickeln – und zwar mühelos und mit Hilfe deines Unterbewusstseins.
Braucht es in Zeiten von KI den Flow überhaupt noch?
Derzeit erleben wir, wie KI als die ultimative Lösung für alles genutzt wird. Sicher hast du auch die Prognosen gelesen, dass KI einen Großteil aller Berufe in Unternehmen ersetzen wird – vom einfachen Sachbearbeiter bis hin zur Management-Ebene. Also wahrscheinlich auch dich und mich (wenn wir nicht Handwerker sind – wobei hier ja auch bereits die Roboter bereitstehen, um auch diese Berufsgruppen zu ersetzen).
Als humanistisch-spirituell geprägter Mensch halte ich einen rein materialistischen Zugang zum Leben für zu kurz gegriffen. Vielmehr glaube ich daran, dass wir spirituell an etwas Höheres angebunden sind (nennen wir es Gott, Universum, etc.) Insofern halte ich Menschen für mehr als nur Leistungsmaschinen, die optimiert gehören.
Und was das mit der Frage zur KI zu tun hat? Entscheidend scheint mir die kluge Aussage, die ich letztens in einem Video gehört habe: Es geht nicht um das Ziel, sondern es geht um den Weg – den Weg unserer Persönlichkeitsentwicklung. Daher kann es sinnvoll sein, dass Dinge nicht zu leicht gehen.
Der kreative Flow ist menschliche Intelligenz – in Anbindung an etwas Höheres
Die wirkliche Frage ist nicht, wie komme ich schneller zu einem Ergebnis. Sondern: Woran wachse ich als Mensch, als Persönlichkeit. Die Antwort ist einfach: an Herausforderungen, Problemen, schwierigen Situationen. Daher sollten wir aufpassen, dass wir es uns nicht zu leicht machen – denn was wir nicht trainieren, verleren wir irgendwann. Und es gruselt mich, mir vorzustellen, dass wir Menschen irgendwann nicht mehr in der Lage sind, ohne KI zu leben und KI zur absoluten Autorität über uns machen, der wir uns unterwerfen. Daher meine Anregung: Erkenne und nutze den Flow – und damit eine höhere („göttliche“) Intelligenz.
Im Flow sein lässt sich trainieren & lernen
Genauso wie Sportarten, Sprachen oder jegliche andere Fähigkeiten kannst du lernen, im Flow zu sein. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich nutze Flow Erlebnisse seit Jahren bei meiner Arbeit als Business Illustratorin & Cartoonistin. In dieser Zeit habe ich meine Fähigkeit, mit dem Flow zu arbeiten, immer weiter perfektioniert. So dass ich heute den Flow als fixe Größe in meinen Arbeitsalltag einbaue – und gezielt für strategische und kreative Aufgaben nütze.
Jetzt wirst du dir denken: Die hat ja leicht reden – die hat einen kreativen Beruf.
Du hast in einem Punkt Recht: Ja, ich liebe meinen Beruf. Das halte ich in der Tat für die Grundvoraussetzung für die Arbeit mit dem Flow. Dabei ist es allerdings unerheblich, um was für einen Beruf es sich handelt. Flow Erlebnisse haben nichts mit dem Beruf als solchem zu tun. Aber sehr wohl damit, ob ein Mensch seinen Beruf liebt – und wie er diesen Beruf ausübt. Das werden wir uns in den Tipps noch genauer anschauen. An dieser Stelle daher nur noch so viel: Solltest du deinen Beruf verabscheuen oder langweilig finden, dann wird es in der Tat wahrscheinlich schwieriger für dich, mit dem Flow zu arbeiten. Insofern hoffe ich, dass du deinen Beruf liebst. Denn dann lade ich dich jetzt ein zu erfahren, wie du in Zukunft immer öfter im Flow sein kannst. Und so kreativer, produktiver, innovativer und glücklicher & zufriedener bist.
Schritt 1: Spürst du dich überhaupt noch?
Als Erwachsene haben die meisten von uns verlernt, sich selber zu spüren. Stattdessen unterdrücken wir unsere Gefühle, um im Alltag funktionieren zu können. Daher lautet der erste Schritt zum Flow: Finde heraus, wie es dir jetzt gerade geht und ob dir was fehlt, damit du dich gut fühlst. Frag dich z.B.: Habe ich Durst? Brauche ich Bewegung? Irritiert mich das flackernde Deckenlicht? Habe ich Kopfschmerzen? Stört mich die Luft im Raum? Tut mir der Rücken weh? Überfordert mich die Aufgabe, die ich erledigen soll? Fühle ich mich unter Zeitdruck? Stören mich E-Mails, die hereinkommen? Oder, oder, oder…
Deine Aufgabe in Schritt 1: Erkenne deine wahren Bedürfnisse.
Sehr oft vermischen wir da nämlich ganz gewaltig etwas. Eine Aufgabe, die uns überfordert, münzen wir um in Aggression auf die Baustelle nebenan, wo gerade gesägt wird. Oder wir sind sauer auf die nächste Person, die zur Tür reinkommt. Aber in Wirklichkeit geht es um etwas ganz anderes: Vielleicht sind wir gestress, haben Angst, fühlen uns unwohl oder oder oder. Im ersten Schritt ist es also wichtig, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen.
Gratuliere dir, wenn es dir einen Tag lang gelingt, dich zu spüren. Wenn du willst, mach dir Notizen. Das ist im ersten Schritt bereits genug.
Warum ist es für die Arbeit mit dem Flow so wichtig, sich zu spüren?
So ein Flow Zustand ist wie eine Welle aus Energie. Das ist vergleichbar mit den Surfern auf Hawaii. Dort gibt es diese riesigen Wellen. Und was tun die Surfer, damit sie auf so einer Welle reiten können? Als erstes liegen sie mal mit ihren Surfbrettern im Wasser und halten Ausschau. Wenn sie dann beobachten, dass eine Welle im Anrollen ist, paddeln sie los, stellen sich auf ihr Brett – und dann erst beginnt der Wellenritt. Genau so ist das, wenn du im Flow sein willst: Du musst wissen, wann die (Energie-)Welle kommt, um sie nutzen zu können. Letztlich ist das Arbeiten mit dem Flow also nichts anderes als „persönliches Lebensenergiemanagement“. Und dafür musst du erst mal wissen, was für deine Lebensenergie förderlich ist und was nicht. Und das erkennst du nur, wenn du dich spürst und fühlst, was deine wahren Bedürfnisse sind.
Schritt 2: Was stört, muss weg
Das klingt jetzt hart – und ist auch so gemeint. Wenn du Flow Zustände nutzen und produktiv, kreativ und innovativ sein willst, dann kannst du es dir nicht leisten, dass dir deine Lebensenergie geraubt wird. Denn deine Lebensnergie ist deine wichtigste Ressource. Und diese Ressource kann durch Situationen, Menschen oder Dinge massiv gestört oder abgedreht werden. Wenn du im Flow sein willst, kommst du nicht umhin, diese Störfaktoren aus deinem Leben zu verbannen.
Ein Beispiel aus dem Alltag
Stell dir einmal vor, du sitzt eines Nachmittags mit unangenehm ungewaschenen Haaren, in einem kratzigen Pullover, der unter den Armen zu eng ist und mit Schuhen, in denen deine Füße schwitzen in einem fensterlosen Raum, der in einer Farbe ausgemalt ist, die du absolut nicht magst und in dem ein Server steht, der die ganze Zeit brummt, weshalb du schon Kopfschmerzen hast. Du hast seit der Früh nichts gegessen, und vor dir auf dem Tisch befindet sich Fastfood, die dir nicht schmeckt und ein Getränk, das du verabscheust. Gerade kommt jemand in den Raum, mit dem es laufend Reibereien gibt und von dem du mit gutem Grund vermutest, dass er gegen dich intrigiert und dich rausmobben will. Denkst du, dass du in einer solchen Situation in den Flow kommst?
Deine Aufgabe in Schritt 2:
Eliminiere Störfaktoren in deinem Leben und erschaffe dir eine Umgebung, die dir guttut. Bezogen auf das Beispiel von weiter oben könntest du z.B. so vorgehen: Ersetze den kratzigen Pullover. Wirf die Schuhe weg und kauf dir neue. Such dir einen anderen Raum zum Arbeiten (oder verändere den bestehenden Raum, falls du die Möglichkeit hast). Stell den Server in ein anderes Zimmer. Mach früher Pause und iß Dinge, die dir guttun. Kläre den Konflikt – oder falls das nicht geht: Such dir einen neuen Job.
Warum ist Wohlfühlen so wichtig, um in den Flow kommen können?
Eine wohltuende Umgebung (wie immer sie aussieht) wird die Wahrscheinlichkeit für Flow Erlebnisse stark erhöhen. Je mehr Zeit du also in einer Umgebung verbringst, die dir ein gutes Gefühl gibt, desto wahrscheinlicher wird es, dass du Flow Zustände erlebst.

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Schritt 3: Funktionierst du – oder lebst du?
Hast du den Eindruck, dass du nur noch nach deinem Terminkalender lebst? Dass dein Leben sowohl beruflich als auch privat komplett durchgetaktet ist? So dass du schon seit Jahren nicht mehr überlegt hast, was du gerne machen würden. Sondern dich in einem ewigen Hamsterrad bewegst, wo du dich die ganze Zeit von To Dos getrieben fühlst?
Deine Aufgabe in Schritt 3:
Frage dich immer öfter, worauf du Lust haben – was du tun WILLST (und nicht: was du tun MUSST) – und dann fange in ersten, kleinen Schritten an, das zu tun, was du wirklich tun willst. Jetzt wirst du vielleicht sagen: Das geht gar nicht! Ich hab so viel Stress und Termindruck, da muss ich die Dinge effizient abarbeiten. Da ist kein Platz für das, was ich will. Ich kann dich gut verstehen. Genau das ist ja die Crux an der Sache: Zuerst schaffen wir uns das Hamsterrad – und dann glauben wir, dass das Leben so sein muss.
Erste einfache Schritte können zum Beispiel so aussehen:
Wenn du im Büro arbeiten, steh öfters auf und beweg dich. Öffne die Fenster. Gehe 5 Minuten an die frische Luft. Entspanne dich 2 Minuten lang mit geschlossenen Augen usw. Die Kunst der Lebensveränderung besteht darin, dich und dein altes Leben zu überlisten und klammheimlich dein neues Leben zu leben, ohne dass sich die einzelnen Schritte wie eine große Veränderung anfühlen. Denn sowas klappt meist nicht. Was dagegen funktioniert sind tägliche, kleine Veränderungen, die langfristig dein Leben umkrempeln – aber so langsam, dass du und dein Leben es erst rückblickend merken.
Fange an – der Rest kommt von selbst.
Wenn du zwei, drei Wochen lang darauf fokussierst, immer öfter (kleine) Dinge zu tun, die du tun willst, dann wirst du eine interessante Sache feststellen: Du wirst immer mehr wollen. Und die Dinge, die du tun willst, werden einen immer größeren Platz in deinem Leben einnehmen. Und das Tolle: es wird funktionieren!
Wie ich es in meinem Arbeitsalltag mache
Ich habe z.B. irgendwann einmal festgestellt, dass es mich nervt, vormittags und mittags in Meetings zu sitzen. Daraufhin habe ich begonnen, Meetings erst ab 14 Uhr anzusetzen. Weiter ging es damit, dass ich eine bewusste Mittagspause gemacht habe, in der ich mein Handy einfach abgeschaltet habe. Darauf folgte die Einführung eines Mittagsspaziergangs. Um noch einen draufzusetzen, habe ich irgendwann an allen Tagen die Zeit zwischen 12 und 14:30 in meinem Kalender komplett blockiert – um mir (außer in absoluten Notfällen) diese Zeit grundsätzlich freizuhalten. Und dann kam der Moment, wo ich den ganzen Mittwoch blockiert habe – für meetingfreies Nachdenken. Und ab Freitag mein Handy abgeschaltet habe…und inzwischen tagelang vergesse, es einzuschalten (…mich allerdings öfters wundere, warum mich niemand mehr anruft).
Schritt 4: Wenn der Flow das erste Mal anklopft…
Wenn du an den Schritten 1 bis 3 bereits arbeitest, dann kannst du damit rechnen, dass jederzeit ein erstes Flow Erlebnis in dein Leben treten kann. Wie sieht sowas aus? Und wann passiert es?
Sehr wahrscheinlich zu einem absolut unmöglichen Zeitpunkt. Sagen wir mal: Sonntag früh um fünf Uhr. Es treibt dich förmlich aus dem Bett. Du machst dir kurz Notizen. Aus irgendeinem magischen Grund fühlst du dich geistig so fit, dass die Gedanken intensiv fließen. Voll bei der Sache skizzierst du in kürzester Zeit eine komplette Projektidee – an der du zuvor im Büro wochenlang herumgegrübelt, aber keine Lösung gefunden hast. Nachdem du fertig bist, stellst du mit Blick auf die Uhr fest, dass du gerade 90 Minuten lang intensiv bei der Sache warst – und gar nicht bemerkt habst, wie die Zeit vergangen ist.
Gratulation – du hattest gerade Flow Erlebnis!
Genauso gut kann der Flow dich unter der Dusche, in der Badewanne, beim Spazierengehen oder in anderen Situationen überraschen. Offensichtlich fühlst du dich schon so wohl, dass der Flow zu dir kommen will.
Deine Aufgabe in Schritt 4: Sei bereit, den Flow anzunehmen, wenn er kommt.
Denn wenn du ihn abwürgst, dann war’s das. Entweder du nutzt diese Energiewelle, wenn sie kommt – oder du verzichtest darauf und quälst dich in den nächsten Wochen tagelang mit der Projektidee herum. Du hast die Wahl: Willst du den Flow annehmen – oder willst du dich weiter quälen? Halte in dieser Phase immer einen Notizblock und einen Stift bereit, damit du für den Flow bereit bist. Hier geht es um die zu Beginn des Artikels erwähnt Zeitart Kairos: Den richtigen Moment beim Schopfe zu packen.
Schritt 5: Freunde dich mit dem Flow an
Du hast es vielleicht schon bemerkt: Der Flow ist etwas eigenwillig, um nicht zu sagen: mühsam. Kommt, wann er will, auch wenn’s gerade unpassend ist. Ein sehr anarchischer Geselle, oder? Richtig! Und es wird sogar noch schlimmer: Anders als bei den Surfern auf Hawaii, wo die anrollende Welle auch wirklich am Strand ankommt, kann der Flow jederzeit abreißen. Dazu genügt es, dass du gerade begonnen hast, mit dem Flow zu arbeiten – und dein Handy klingelt. Du telefonierst kurz, aber danach ist der Flow mit Sicherheit weg. Genau so mit Störungen aller Art: Einmal unterbrochen, ist der Flow meist futsch und lässt sich an diesem Tag auch sehr wahrscheinlich nicht mehr aktivieren. Ob und wann er wiederkommt, steht in den Sternen.
Deine Aufgabe in Schritt 5: Fange an, MIT dem Flow zu arbeiten und dich nach ihm zu richten.
Rechnen dir kurz aus, warum das trotz aller zweifelhafter Eigenschaften des Flows für dich extrem vorteilhaft ist: Angenommen, der Flow kommt 2x die Woche, jeweils für 90 Minuten. Dann heißt das, dass du pro Woche 3 Stunden hochproduktiv bist. Im Jahr kommst du so auf rund 150 Stunden (denn der Flow macht auch vor deinem Urlaub nicht halt, frech, wie er ist). Wenn du in diesen 150 Stunden Flow Zustand an strategischen und innovativen Projekten arbeitest, dann bringt dich das deutlich weiter, als wenn du das ganze Jahr über brav eingetaktet nach einem Zeitplan ohne Flow an deinen Projekten herumbasteln. Du schaffst also sehr viel mehr in sehr viel weniger Zeit.
Der Flow ist dein persönlicher Turbo
Dank deiner Flow Erlebnisse kannst du nicht nur deine Produktivität, Kreativität und Innovationskraft steigern. Sondern du erhältst auch Zugang zu deiner Intuition, deinem Unterbewusstsein (…und je fortgeschrittener du bist, desto leichter kannst du das energetische Feld anzapfen). Dadurch erhöhst du deine Lösungskompetenz – gerade in Fällen, wo Logik nicht mehr weiterhilft (psst! Nicht weitersagen an deine Kollegen, die immer noch an das Märchen glauben, dass wir Menschen rein rationale, logische Entscheidungen treffen. Die sind Lichtjahre vom Flow entfernt und werden dich höchstens belächeln.) Sei einfach hochproduktiv und kreativ – und genieße das Erstaunen (oder ggf. auch den Neid oder die Kritik) deiner Kollegen, wieso du das ohne Überstunden und völlig entspannt schaffst.

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Schritt 6: Fange an, strategisch mit dem Flow zu arbeiten
Jetzt kennst du den Flow schon näher und weißt um seine Eigenwilligkeit. Organisiere jetzt dein Leben so, dass du Platz für (mögliche) Flow Erlebnisse schaffst. In den Schritten eins bis drei hast du dich ja bereits damit beschäftigt, in dich reinzuspüren, Störfaktoren auszuschalten und herauszufinden, was du wirklich willst – und dies auch zu tun. Und in den Schritten vier und fünf hast du gelernt, mit dem Flow zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass du im Flow nicht gestört wirst.
Deine Aufgabe in Schritt 6: Planen dein Leben rund um deinen Flow
Wenn du weiterhin konsequent an den Schritten eins bis fünf dran bist und dein Leben Schritt für Schritt so gestaltest, wie es dir entspricht, dann weißt du inzwischen: Der nächste Flow kommt bestimmt! Bereite dich also gezielt für den Fall der Fälle vor und sei bereit, die Zeit, wo du im Flow bist, maximal zu nutzen.
Organisiere deinen Terminkalender so, dass du dir gewisse Zeiten freihältst
Nämlich die, wo der Flow gerne kommt. Ein Beispiel aus meinem Arbeitsleben: Irgendwann habe ich festgestellt, dass bei mir Flow Erlebnisse regelmäßig frühmorgens und vormittags kommen (nie am Nachmittag oder Abend). Seitdem vermeide ich Meetings, Telefongespräche oder E-Mail Schreiben vor 11 Uhr Vormittag. So schaffe ich optimale Möglichkeiten für den Flow (falls der Flow kommt – und falls er nicht kommt, kann ich immer noch andere Sachen machen.)
Überlegen dir schon vorab, welche Aufgaben, Projekte oder Fragen du im nächsten Flow bearbeiten möchtest.
Halte einige To Dos bereit, die sich dafür eignen, im Flow bearbeitet zu werden. Ideal sind strategische und kreativ-innovative Aufgaben. Ungeeignet sind mechanische Aufgaben wie Listen ausfüllen, Buchhaltung machen oder irgendwas sortieren. Damit verplemperst du nur deine wertvolle Flow-Zeit. Es ist wichtig, dass du deine Projekte gezielt auswählst und priorisierst!
Wenn du derzeit keine Lösung für ein Problem findest
…kannst du es dem nächsten Flow Moment überlassen, Lösung für dich zu finden. Diese kommen oft so einfach und sind so einleuchtend, dass du dich fragen wirst, warum dir das vorher eigentlich so schwer gefallen ist. Vielleicht wirst du sogar mißtrauisch und denkst: Darf das so leicht gehen? Muss das nicht hart, schwierig und mühsam sein? Die Antwort: Nein, muss es nicht! Das ist ja das Tolle am Flow. Und damit sind wir schon beim nächsten Punkt.
Schritt 7: Übe, scheinbar nichts zu tun
Ja, ich weiß: das ist hart. Als Person, die sich regelmäßig Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresziele setzt, war es für mich anfangs fast unerträglich, mittags einfach spazierenzugehen. Ich hatte immer das Gefühl, total ineffizient Zeit zu verplempern. (Ja, ich war und bin teilweise immer noch eines dieser Opfer der seit Jahrzehnten propagierten Effizienz und Selbstoptimierung.)
Nichtstun nährt deinen Flow
Hier ein Gedanke, der dir helfen wird, das Nichtstun in deinen Alltag zu integrieren: Es ist ein wesentlicher Bestandteil des Flows. In meinem Fall ist das Spazierengehen im Wald und das Schwimmen eine hochproduktive Tätigkeit. Allerdings nur, wenn ich mir nicht vornehme, hochproduktiv zu sein, sondern ganz im Gegenteil: Wenn ich mein Gehirn auslüfte und nur im Hier und Jetzt bin. Genauso kannst du meditieren, gärtnern, kochen, mit den Kindern spielen, basteln, backen u.v.m…. Aber Achtung: Meiner Erfahrung nach sind Handy gucken und Social Media sowie Bildschirme jeglicher Art reine Stressfaktoren – und sind völlig ungeeignet, deinen Flow zu nähren. Daher: halte dich fern von Bildschirmen aller Art, wenn du öfters im Flow sein willst.
Deine Aufgabe in Schritt 7: Welche Art von Nichtstun gibt dir Energie?
Denn so ein Flow ist eine absolute Höchstleistung. Danach bist du erst mal ausgepowert. Profisportler oder Leute, die auf der Bühne stehen, kennen das: Nach einem Wettkampf oder einer Show müssen sie extrem darauf achten, für die nötige Entspannung zu sorgen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie ins Burnout kippen, krank werden oder in ein Suchtverhalten kippen. Genauso ist das auch bei Flow Erlebnissen: Die Entspannung ist quasi das Gegenstück zum Flow. Gleichzeitig ist es auch die Voraussetzung dafür, dass du im nächsten Flow wieder hochproduktiv sein kannst.
Damit sind wir wieder bei den Bedürfnissen:
Spüre, wann du Entspannung brauchst – und was für eine Form der Entspannung du brauchst. Was für die einen Stress ist, kann für die anderen erholsam sein. Finde heraus, was du brauchst, um zu entspannen – und dann tu es.
Schritt 8: Mit dem ganzen Leben im Flow sein
Wenn du schon mit den Schritten 1 bis 7 arbeiten, dann ist Schritt acht vergleichsweise einfach. Meiner Erfahrung nach sind die schwierigsten Schritte die Schritt 1 bis 3. Weil man sich als erwachsener Mensch heutzutage erst einmal an den Gedanken gewöhnen muss, dass die eigenen Bedürfnisse zählen und dass man wählen darf (kein Wunder – immerhin wurde uns das in Schule, Ausbildung und Beruf Jahrzehnte lang abtrainiert). Ab Schritt 4 wird es dann immer einfacher. Und bei Schritt 7 bist du bereits schon so trainiert, dass Schritt 8 quasi die logische Konsequenz ist.
Deine Aufgabe in Schritt 8 lautet: Kremple dein Leben um, bis es für dich passt.
Wenn du oft im Flow bist, wirst du immer stärker deine ureigenste Lebenskraft spüren. Du wirst feststellen, dass du Phasen hast, wo diese Lebenskraft sehr intensiv ist. Dann wieder wirst du Phasen haben, wo sich scheinbar wenig tut. Im Flow sein bedeutet allerdings, auch solche Phasen wertzuschätzen und bewusst zu nutzen. Denn sehr oft sind solche Momente der scheinbaren Stagnation die Phasen, wo du Energie für den nächsten Sprung sammelst.

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Hallo, ich bin Barbara,
ich bin Business Cartoonistin & Expertin für Kreative Transformation.
Ich unterstütze Menschen und Organisationen dabei, ins kreativ-innovative Denken und Tun zu kommen, Blockaden zu überwinden, in die eigene Sichtbarkeit zu kommen – um so noch erfolgreicher zu sein.








