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Selbstpräsentation am Flipchart mit Visual Storytelling

Sie möchten Ihre Selbstpräsentation am Flipchart kreativ und unterhaltsam gestalten? Aber Sie wissen noch nicht, wie? Dann nutzen Sie doch ganz einfach Visual Storytelling. Wie das ganz einfach geht, erfahren Sie in diesem Blogartikel.

(Lesezeit: ca. 10 Min.)

Selbstpräsentation am Flipchart mit Visual Storytelling – so funktoniert’s

Visual Storytelling bedeutet ganz einfach: eine Bildergeschichte zu erzählen.

Für Ihre Selbstpräsentation am Flipchart bedeutet das: Statt – wie sonst – Zeile für Zeile die Stationen Ihres Lebens als Text aufzulisten, stellen Sie diese Stationen Ihres Lebens als Bildergeschichte dar.

Das ist nicht schwierig, wenn Sie ein paar Punkte berücksichtigen. Sie sind neugierig? Na dann, los geht’s!

Selbstpräsentation am Flipchart – 1. Ihre Lebensstationen

Überlegen Sie sich als erstes einmal, welche Stationen Ihrer Lebens Sie als Bildergeschichte erzählen möchten.

Machen Sie sich am besten eine Liste von allen wichtigen Ereignissen. Sie können dafür einfach mal Ihr Leben Revue passieren lassen. Oder Sie nehmen einen Lebenslauf und gehen diesen Punkt für Punkt durch.

Oder vielleicht haben Sie schon einmal ein Flipchart mit einer Selbstpräsentation (als Text) erstellt – dann können Sie auch dieses als Ausgangspunkt nehmen.

Erstellen Sie eine Liste Ihrer Lebensstationen

Machen Sie sich dabei erst einmal keine Gedanken was die Anzahl betrifft. Grübeln Sie auch nicht darüber nach, ob die eine Station wichtiger ist als eine andere.

Sondern sammeln Sie einfach einmal alle Stationen Ihres Lebens, die Ihnen in den Sinn kommen. Seien Sie dabei völlig spontan und frei.

Wählen Sie im zweiten Schritt die wichtigsten 7–8 Stationen aus

Sobald Sie Ihre Liste fertig haben, beginnen Sie mit dem zweiten Schritt: Wählen Sie die wichtigsten Stationen aus.

Diese Entscheidung ist eine sehr individuelle Entscheidung. Daher gibt es auch keine eindeutige Antwort darauf, wie viele und welche Stationen die wichtigsten sind.

Allerdings sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass Sie für Ihre Präsentation ein Flipchart zur Verfügung haben. Das heißt, dass Sie Ihr Leben in 7 bis 8 aussagekräftigen Stationen rüberbringen müssen. Denn sehr viel mehr Platz haben Sie auf dem Flipchart einfach nicht.

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Selbstpräsentation am Flipchart – 2. die Krise

Wenn Sie Ihre Liste mit Ihren 7–8 wichtigsten Stationen fertig haben, treten Sie gedanklich noch einmal einen Schritt zurück.

Gehen Sie Ihr Leben anhand der 7–8 Stationen im Geiste noch einmal durch. Und fragen Sie sich: Gab es in meinem Leben irgendwann einmal eine Krise, ein Problem oder eine große Herausforderung? Und falls ja: ist diese Krise in meinen 7–8 Stationen enthalten?

Warum Krisen in Biographien so wichtig sind

Krisen sind sehr oft Wendepunkte im Leben.

Das kann eine berufliche Veränderung nach einem Burnout sein. Das kann eine Neuorientierung nach einer Scheidung oder einem anderen Ereignis in Ihrem Privatleben sein.

Das kann eine schwere Krankheit sein, die Sie erfolgreich überwunden haben. Das kann ein Umzug in eine andere Stadt, ein anderes Land, einen anderen Kontinent sein. Das kann jahrelanger Mißerfolg sein, bevor endlich der Durchbruch gelang.

Krisen machen Sie menschlich und sympathisch

Sicher kennen auch Sie Menschen (sei es aus Ihrem Privatleben oder aus Ihrem beruflichen Umfeld), die perfekt wirken.

Möglicherweise haben Sie es auch schon einmal erlebt, dass jemand, den Sie jahrelang für perfekt hielten – erfolgreich, schön, reich, in glücklicher Beziehung, mit super Kindern, und und und – plötzlich in eine Krise gerät. So dass Sie schlagartig erkennen: Das war alles Show.

Fragen Sie sich, ob Sie aus Ihrer Selbstpräsentation eine Show der Perfektion machen wollen. Mit Ihnen selber als Oberchecker-Held oder Heldin. Oder ob Sie bereits die persönliche Reife erlangt haben, dass Sie das nicht mehr nötig haben.

(Ich kann nur selbstkritisch sagen: In meinen 20ern und teilweise noch 30ern war ich – zugegeben – auf dem Oberchecker-Trip. Das ist vielleicht auch eine Frage des Alters…)

Fazit: Trauen Sie sich, Ihre Lebenskrise in Ihre Präsentation einzubauen!

Selbstpräsentation am Flipchart – 3. Der Weg

Wenn Sie Ihre finale Liste (mit Krise!) fertig haben, dann können Sie damit beginnen, Ihre Bildergeschichte zu zeichnen.

Und zwar ist eine der einfachsten Möglichkeiten, mit Visual Storytelling zu präsentieren, einen Weg zu nehmen.

Der Weg ist stellvertretend für Ihren Lebensweg. Und entlang dieses Lebensweges zeichnen Sie Ihre 7–8 Lebensstationen ein. In der Reihenfolge Ihrer Biographie.

Ziemlich einfach, oder? Ja, aber! Beim Zeichnen des Weges sollten Sie auf zwei Punkte achten:

a. Achten Sie darauf, dass Ihr Weg von unten nach oben verläuft

Warum von unten nach oben, fragen Sie sich jetzt vielleicht. Wenn Sie am Flipchart Schreiben, dann ja Zeile für Zeile, von oben nach unten.

Das ist richtig. Aber wenn Sie schreiben, dann arbeiten Sie mit Text. Und beim Text lautet – zumindest in unserer Kultur – die Regel, dass wir von links nach rechts und von oben nach unten schreiben.

Aber Bilder sind nicht Text. Sondern für Bilder gelten andere Regeln. Nämlich die, dass ein Weg, der nach oben führt, eher mit Erfolg in Verbindung gebracht wird. Während ein Weg, der nach unten führt, eher mit Mißerfolg in Verbindung gebracht wird.

Daher sollten Sie, wenn Sie Ihr Leben als Weg darstellen, darauf achten, dass Ihr Leben in Richtung Erfolg verläuft, d.h. nach oben.

b. Achten Sie darauf, dass Ihr Weg von links nach rechts verläuft

Warum von links nach rechts? Das liegt einfach daran, dass wir (in unserer Kultur) links die Vergangenheit verorten – und rechts die Zukunft.

Wenn Sie also Ihren Weg von rechts nach links zeichnen, dann führt Ihr Weg zurück in die Vergangenheit.

Da Sie aber Ihre Lebensgeschichte erzählen, wollen Sie ja, dass Ihr Weg aus der Vergangenheit her zum jetzigen Zeitpunkt führt.

c. Fazit: zeichnen Sie Ihren Weg diagonal von links unten nach rechts oben

Dabei kann sich Ihr Weg natürlich schlingen und krümmen. Denn nur so bekommen Sie alle Ihre Lebensstationen aufs Flipchart.

Wichtig dabei is nur, dass sich der Beginn Ihres Weges unten links und das Ende Ihres Weges rechts oben befindet.

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Selbstpräsentation am Flipchart – 4. eine erste Skizze Ihres Flipcharts

Jetzt ist es an der Zeit, dass Sie konkret mit dem Zeichnen beginnen. Ich empfehle Ihnen, zuerst einmal mit Bleistift eine Skizze zu machen:

Zeichnen Sie einmal einen ungefähren Weg, der sich von links unten nach rechts oben schlängelt. Und dann zeichnen Sie einfach einmal überall dort Kreise (als Platzhalter), wo Sie eine Ihrer Lebensstationen zeichnen möchten.

Anfangs werden Sie den Verlauf des Weges und die Positionierung Ihrer Lebensstationen verändern, nachbessern und korrigieren.

Irgendwann haben Sie dann eine erste Skizze, auf der Ihr Weg so verläuft, dass Sie alle Stationen entlang des Weges gut unterbringen können.

Achten Sie darauf, dass Ihre Platzhalter für die verschiedenen Lebensstationen nicht zu dicht aneinandergedrängt positioniert sind. Im Zweifelsfall elliminieren Sie eine Station Ihres Lebensweges, die verzichtbar ist.

Selbstpräsentation am Flipchart – 5. zeichnen Sie die einzelnen Stationen

Inzwischen wissen Sie, was in Ihrer Selbstpräsentation am Flipchart enthalten sein soll wie Ihr Flipchart ungefähr aufgebaut sein wird.

Jetzt ist es Zeit, sich Gedanken zu den einzelnen Stationen zu machen.

Sie wissen ja bereits, worum es bei jeder Station geht. Jetzt geht es darum, diese Stationen in Ihrem Leben darzustellen.

Dabei haben Sie nur beschränkten Platz. Und Sie wollen ja, dass das Publikum sofort erkennt, was Sie gezeichnet haben. Das heißt: sie können keine sehr komplexen, detaillierten Zeichnungen erstellen.

Sondern vielmehr brauchen Sie Bilder, die schnell und leicht erkennbar sind. Und das geht am besten mit Icons.

Nutzen Sie beim Zeichnen Icons

Icons sind einfache, symbolhafte Bilder – Bilder, die symbolisch für einen Ort, eine Handlung oder eine Tätigkeit sind.

Solche Bilder finden sich überall in unserem Leben. Und zwar überall dort, wo viele unterschiedliche Informationen leicht verständlich und schnell erkennbar sein müssen.

Beispielsweise an Flughäfen, Bahnhöfen oder großen Gebäudekomplexen wie z.B. Krankenhäusern. Oder auch ganz einfach an dem Gerät, an dem Sie gerade diesen Text lesen: Computer, Tablet oder Handy.

Finden Sie Symbole für Ihre Lebensstationen

Das mag anfangs eine Herausforderung darstellen. Weil es ein bisschen dauert, bis man sich daran gewöhnt hat, die eigenen Lebensstationen in iconartige Zeichnungen zu „übersetzen“.

Ja, ich verwende dieses Wort bewusst: Es geht darum, die visuelle Sprache zu erlernen. Und das braucht ein bisschen Gewöhnung.

Allerdings können Icons auch wirklich simpel sein. Wie zum Beispiel ein Stift, den ich immer als Icon verwende, wenn ich darüber erzähle, dass ich als Kind schon viel gezeichnet habe. Oder eine Gewitterwolke, mit der ich die Krise in meinem Leben darstelle.

Sie werden sehen, dass Sie auch für einen Teil Ihrer Lebensstationen sehr einfache Icons finden werden!

Und bei allen anderen Icons denken Sie immer daran: Die Icons sollen lediglich als Anker dienen, um Ihre gesprochene Selbsrtpräsentation in den Köpfen Ihrer Zuschauer zu verankern.

Eine Anekdote von einer Teilnehmerin aus meiner Online Masterclass:

Die Teilnehmerin wollte ein Schaf als Symbol nehmen. Dafür zeichnete sie ein wolliges Knäuel, darüber ein Kreis für den Kopf und vier Striche für die Beine.

Die Teilnehmerin hatte zuerst Bedenken und fragte mich in einem 1:1 Gespräch, ob die Schafe nicht zu simpel seien.

Ich fand die Schafe klasse und machte ihr Mut, diese genau so in ihrer Präsentation zu verwenden.

Die Teilnehmerin tat es. Und alle anderen Teilnehmer waren völlig begeistert von den Schafen, wollten auch solche Schafe zeichnen. Es herrschte eine förmliche Schafe-Euphorie bei dem Termin.

Insofern: Finden Sie aussagekräftige Icons und zeichnen Sie diese!

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Selbstpräsentation am Flipchart – 6. Held & Heldin

Das sind Sie selber. Und Sie sind selbstverständlich Teil Ihrer Selbstpräsentation.

Das heißt: Wenn Sie für alle Ihre Lebensstationen das passende Icon gefunden haben. Dann zeichnen Sie ganz am Ende auch noch eine Figur, die Sie selber repräsentiert.

Das kann ein einfaches Strichmännchen sein. Oder das kann auch eine näher ausgearbeitete Sketchnotes Figur sein – oder natürlich auch eine richtige Comic Figur.

Wichtig ist einfach nur, dass Sie in Ihrer Geschichte auch auftauchen.

Tipp: Zeichnen Sie Ihre Figur so, dass sie Ihnen ähnlich sieht.

Selbst wenn Sie nur ein Strichmännchen zeichnen, dann können Sie diesem Strichmännchen ja Ähnlichkeit mit Ihnen selber verleihen.

Falls Sie eine Brille tragen, zeichnen Sie Ihrem Strichmännchen eine Brille. Oder falls Sie ein Halstuch in einer speziellen Farbe tragen, zeichnen Sie Ihrem Strichmännchen ein Halstuch in derselben Farbe.

Sie werden sehen: Ihr Publikum wird Sie und Ihr Strichmännchen lieben!

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Selbstpräsentation am Flipchart – 7. Klebetechnik

Wenn Sie jetzt Ihre Selbstpräsentation am Flipchart komplett fertig konzipiert haben. Dann mein letzter Tipp, um Ihre Präsentation noch spannender zu machen:

Zeichnen Sie nicht alles aufs Flipchart und präsentieren Sie mit einem vollen Flipchart. Sondern bereiten Sie ein Flipchart vor, auf dem nur der Weg gezeichnet ist.

Und zeichnen Sie alle Ihre Lebensstationen und Ihre Heldenfigur auf ein zweites Flipchart. Und schneiden Sie alle Bilder einzeln aus.

Verwenden Sie ablösbaren Sprühkleber (oder auch ablösbaren Klebestift), um die Rückseiten aller Einzelbilder damit zu bearbeiten. Und dann „parken“ Sie Ihre Einzelbilder hinten auf die Rückseite Ihres Flipchartständers vor Beginn Ihrer Präsentation.

Und während Ihrer Präsentation holen Sie die Bilder in der richtigen Reihenfolge Bild für Bild hervor und befestigen Sie diese entlang Ihres Weges.

Damit machen Sie Ihre Selbstpräsentation noch deutlich spannender, weil Ihr Publikum neugierig ist, was als Nächstes kommt.

Viel Spaß bei Ihrer Flipchart Selbstpräsentation mit Visual Storytelling!

Barbara Roth MA, weltweit führende Business Cartoonistin

„ Ich unterstütze Sie dabei, das in Ihnen schlummernde Talent zum Leben zu erwecken – so dass Sie ganz schnell & leicht ins Zeichnen kommen.“

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