In diesem Artikel lernst du, schnell & leicht Comic Gesichter zeichnen. Du beginnst ganz einfach mit einem Smiley und zeichnest schnell & leicht die wichtigsten Emotionen: Ein fröhliches Comic Gesicht, ein ängstliches Comic Gesicht und ein wütendes Comic Gesicht.
(Lesezeit ca. 10 Min.)









Comic Gesichter zeichnen ist einfacher als du vielleicht denkst!
Aber wenn du momentan noch denkst, dass Comic Gesichter schwierig sind, dann befindest du dich in guter Gesellschaft.
Fast alle Teilnehmer an meinen Sketchnotes Figuren Kursen denken, dass es schwierig ist, Gesichter und Emotionen zu zeichnen. Und meine Teilnehmer wirken immer fast enttäuscht, wenn ich ihnen meine Profi-Tricks und Techniken verrate.
„Das ist alles?“ sagen sie nach einem kurzen Moment der Verblüffung. Oft schwingt fast eine Art Enttäuschung mit, dass ihr negativer Glaubenssatz „Gesichter zeichnen ist schwierig“ sich so schnell in Luft aufgelöst hat.
Und genau diesen Aha-Moment wirst du in diesem Blogartikel erleben! Indem ich dir zeige, wie du auf Basis eines einfachen Smiley Gesichts ganz schnell und leicht Comic Gesichter zeichnest. Los geht’s!
Schritt 1: Smiley Zeichnen
Es gibt eine ganz einfache Profi-Technik, die allerdings nicht viele Menschen zu kennen scheinen. Zumindest erlebe ich, dass sie in herkömmlichen Kursen nicht genutzt wird. Die Profi-Technik ist so einfach, dass es eigentlich gar kein Technik ist. Es handelt sich vielmehr um eine Strichfolge.
Machen wir kurz einen Test: Stell dir vor, du zeichnest einen Smiley. Du beginnst mit einem Kreis… STOP!
Genau hier kommt die Zeichentechnik der Profis ins Spiel: Du beginnst NICHT mit dem Kreis, sondern mit der Nase. Nach der Nase zeichnest du Augen und Mund. Und erst am Schluss zeichnest du den Kreis drumherum.
Tipp: Wenn du deinen Smiley ohne Nase zeichnen willst, dann mache mit einem Bleistift einen Punkt oder einen Kreis, wo die Nase gedanklich ist. Und zeichne dann die Augen und den Mund drumherum.




Warum die Nase zuerst zeichnen?
Vielleicht denkst du: Es ist doch viel besser, zuerst einen Kreis zu zeichnen. Und dann Augen, Mund (und ggf. Nase) in diesen Kreis hineinzuzeichnen. Da hast du, denkst du, den Kreis als Orientierung, wo das Gesicht genau hingezeichnet werden soll.
Das Gegenteil ist der Fall. Und noch problematischer: So ein Kreis kann dich beim Gesichter Zeichnen richtiggehend blockieren.
Und zwar aus folgendem Grund: Wenn du den Kreis zuerst zeichnest, hast du damit die Größe des Kopfes festgelegt. Wenn du jetzt Augen, Mund und Nase in diesen Kopf hineinzeichnest, müssen die Größenverhältnisse stimmen. Denn nur, wenn diese richtig zueinander passen, wirkt das Gesicht harmonisch und stimmig.
Wenn Augen, Mund und Nase ein bisschen zu groß, zu klein, zu weit links, zu weit rechts, zu weit oben oder zu weit unten positioniert sind, wird das Gesicht irgendwie „falsch“ wirken.
Du kannst dir vielleicht vorstellen, wie anspruchsvoll es bei dieser Vorgehensweise ist, Mund, Augen und Nase genau richtig zu zeichnen. Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen: Selbst mir gelingt das auf diese Weise nicht!
Natürlich kannst du das Problem umgehen, indem du alles mit Bleistift vorzeichnest, alle falschen Linien ausradierst, neu zeichnest – und erst dann, wenn alles perfekt gelungen ist, mit Tintenstift alle Linien nachzeichnest. Das funktioniert auch, solange du ganz am Anfang stehst.
Wenn du allerdings weiterkommen willst, dann gelangst du an den Punkt, wo du in der Lage sein musst (und willst), freihändig Linien zu zeichnen – das heißt: ohne Vorzeichnen mit Bleistift. Daher lautet eine der wichtigsten Aufgaben in meinem Anfängerkurs, der Strichmännchen Challenge: Radieren verboten!






Schritt 2: Glückliches & fröhliches Comic Gesicht
Wenn du glückliche und fröhliche Gesichter zeichnen willst, dann hast du zwei Möglichkeiten:
Die einfache Variante: du zeichnest ein Gesicht ohne Augen, nur mit einen Mund. Das hat den Vorteil, dass du praktisch null Zeichentechnik brauchst (und du darfst hier sogar schummeln und zuerst den Kreis und danach den Mund zeichnen – bei dieser Variante klappt das meist noch sehr gut.)
Du zeichnest einfach einen nach oben gebogenen Strich – fertig ist ein einfacher Mund. Je breiter der Strich ist und je mehr er nach oben gebogen ist, desto fröhlicher und glücklicher sieht die Figur aus. Und wenn deine Figur richtiggehend jubelieren soll, dann zeichnest du einen geöffneten Mund.
Die anspruchsvollere Variante: Du zeichnest ein Gesicht mit Mund UND Augen.
Dabei zeichnest du von der Nase ausgehend Augen und Mund – fertig.
Tipp: Bei den Augen empfehle ich dir, einfach nur die Augen mit den Pupillen zu zeichnen. Aber keine Augenbrauen, nichts. Einfach nur die quasi nackten Augen.
Warum? Sehr oft erlebe ich es, dass Teilnehmer die Ambition haben, mehr zu zeichnen – und dann durch ungünstig geformte Augenbrauen ihrem fröhlichen und lustigen Gesicht unabsichtlich einen gequälten, neidischen oder zynischen Gesichtsausdruck verleihen.
Sowas kann passieren, solange du die Wirkungsweise beim Emotionen Zeichen noch nicht genau einschätzen kannst. Das ist an sich nicht schlimm, nur schade – und völlig unnötig. Daher: Mach es dir momentan, in deiner Anfängerphase, so einfach wie möglich.






Schritt 3: Angst und Wut zeichnen
Angst und Wut sind – zumindest beim Zeichen – sehr ähnliche Emotionen: Bei beiden verwendest du einen negativen Mund. Diesen zeichnest du genauso wie den positiven Mund, nur mit einem nach unten gebogenen Strich.
Aber ein negativer Mund alleine ist noch nicht genug. Denn damit weißt du zwar, dass die Figur negative Gefühle ausdrückt – aber du weißt nicht, ob sie traurig oder wütend ist.
Du brauchst also zusätzlich zum Mund die Augen. Genauer gesagt die Augenbrauen. Mit diesen kannst du beim Emotionen Zeichnen exakt zwischen Trauer und Wut unterscheiden:
Traurige Augen: Bei traurigen Augen führen die Augenbrauen von der Nasenwurzel zu den Ohren nach unten.
Böse Augen: Hier laufen die Augenbrauen Richtung Nasenwurzel nach unten zusammen.
Ergänzend zu den Augenbrauen kannst du noch weitere Elemente einsetzen. Beispielsweise Tränen bei einem traurigen Gesicht. Oder gefletschte Zähne, wenn dein Gesicht so richtig sauer aussehen soll.
Aber wichtig: Die Augenbrauen sind das entscheidende Element. Daher ist mein Tipp: Konzentrier dich zuerst mal auf die Augenbrauen. Wenn du diese wirkungsvoll einsetzen kannst, dann ist immer noch Zeit für zusätzliche Extras.
Und wie geht’s jetzt weiter?
Wenn du die Emotionen, die ich dir in diesem Blogartikel vorgestellt habe, zeichnen kannst, dann hast du schon mal eine gute Grundlage. Aber natürlich gibt es noch viele weitere Emotionen zu entdecken!
Wenn du dich intensiver mit dem Thema Gesichter zeichnen beschäftigen möchtest, dann solltest du dir meine Strichmännchen Challenge anschauen.
In nur 21 Tagen lernst du, lustige und lebendige Strichmännchen zu zeichnen. Dabei fokussieren wir auf Emotionen der Schlüssel zu wirkungsvollen Figuren.

Die Strichmännchen Challenge
Lerne schnell, leicht und auf spielerisch einfache Weise lustige & lebendige Strichmännchen zeichnen.
Hallo, ich bin Barbara,
ich bin Business Cartoonistin & Expertin für Kreative Transformation.
Ich unterstütze Menschen und Organisationen dabei, ins kreativ-innovative Denken und Tun zu kommen, Blockaden zu überwinden, in die eigene Sichtbarkeit zu kommen – um so noch erfolgreicher zu sein.






