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Einzigartige Flipcharts gestalten – in drei Schritten

Sie möchten gerne einzigartige & unterhaltsame Flipcharts gestalten? Mit Flipchart Männchen und humorvollen Sketchnotes. Und so fesselnde Willkommens Flipcharts bis hin zu ganzen Flipchart Präsentationen erstellen, die Ihr Publikum faszinieren und Ihre Botschaften auf humorvolle Weise in den Köpfen verankern? Dann erhalten Sie in diesem Blogartikel Inspirationen, Ideen, Zeichentricks & -tipps für die Gestaltung einzigartiger Flipcharts und Flipchart Präsentationen.

(Lesezeit: 10 Min.)

Schritt 1: Welcher Flipchart-Typ sind Sie?

Bevor Sie sich mit der Gestaltung von Flipcharts und Flipchart Präsentationen beschäftigen, sollten Sie sich kritisch fragen: Welcher Flipchart-Typ sind Sie? Sind Sie A. ein eher ängstlicher Menschen, möchten Sie es allen Recht machen, haben Sie panische Angst vor negativem Feedback. Sind Sie am Boden zerstört, wenn jemand etwas Negatives über Sie (oder Ihr Flipchart) sagt? Möchten Sie sich am liebsten in der Masse verstecken, so dass Sie unsichtbar sind? Oder möchten Sie B. Ihre Flipcharts nutzen, um Ihrem eigenen Stil, Ihrem Ideenreichtum und Ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen? Halten Sie Kritik aus? Ist es Ihnen letztlich egal, wenn andere Menschen Sie nicht mögen? Diese Fragen sollten Sie sich stellen. Und falls Sie Typ A sind, dann möchte ich Sie ermutigen, Ihre Haltung zu überdenken. Es könnten großartige Dinge darauf warten, in Ihrem Leben in Erscheinung zu treten. Vielleicht lesen Sie erst einmal diesen Artikel und schauen dann weiter…

Hören Sie endlich auf, wie alle anderen sein zu wollen

Mein wahrscheinlich wichtigster Tipp beim Flipchart gestalten lautet: Hören sie endlich auf, Flipcharts wie alle anderen zu gestalten. Mißtrauen Sie Flipchart Trainings, in denen man Ihnen erzählt, wie „man“ angeblich Flipcharts zu gestalten hat. Meiner Erfahrung nach kommt bei solchen Flipchart Seminaren nur eines heraus: Eine Masse an Flipchart, die alle wie aus der Retorte aussehen: Alle mit derselben Schrift. Alle mit einem identischen Rand (…denn in der Branche kursiert seit Jahrzehnten die Ansicht, Flipcharts müssten Ränder haben, um zu wirken. Mehr zu diesem Unsinn weiter unten). Alle mit Schatten an denselben Stellen. Kurz: Alle zum Verwechseln ähnlich. So dass von der Persönlichkeit der Menschen, die diese Flipcharts gestaltet haben, auch nicht das geringste Fitzelchen zu erkennen ist. Solche Flipchart Trainings sind leider perfekte Kreativitäts-Killer. Weil Sie Ihnen jegliche Individualität absprechen und Sie in ein Schema F pressen.

Haben Sie den Mut, einzigartig zu sein

Sie wollen sich nicht damit zufrieden geben, einer von Millionen von Flipchart-Robotern zu sein? Gratulation! Dann sind Sie hier richtig. Und das Zauberwort für die Gestaltung von Flipcharts und Flipchart Präsentationen heißt „Einzigartigkeit“. Einzigartig sein ist im Grunde sehr einfach: Sie machen Dinge anders als andere. Dadurch heben Sie sich von der Masse ab. Und, schwupps, sind Sie einzigartig. Klingt einfach, und ist es auch. Allerdings hat die Sache auch eine unbequeme Begleiterscheinung: Alles, was einzigartig ist, fällt auf. Und Auffallen ist für viele Menschen unerträglich. Weil Auffallen bedeutet, dass einen andere Menschen wahrnehmen. Und unter diesen anderen Menschen wird es immer einen gewissen Prozentsatz geben, der Sie und Ihre Flipcharts einfach nur doof findet. Sie sind noch nicht abgeschreckt? Sehr gut. Dann lesen Sie weiter, wie Sie konkret damit beginnen, Ihre Flipcharts einzigartig zu gestalten…

Flipchart gestalten Beispiel: Goldene Regel des Präsentierens

Der Erzschurke Goldfinger aus dem gleichnamigen James Bond Film wäre mit dieser Flipchartgestaltung, bei der das Wort GOLD stark emotionalisiert wurde, sicher sehr glücklich.

Als erste Aufgabe beim Flipchart Gestalten empfehle ich Ihnen:

Betreiben Sie ein bisschen Recherche. Indem Sie die Flipchart Welt um sich herum einmal ganz bewusst wahrnehmen.

Schauen Sie sich Flipcharts im Internet an (z.B. auf Pinterest).

Richten Sie bei Seminaren oder Vorträgen mit Flipcharts einmal Ihre volle Aufmerksamkeit auf die Art, wie diese gestaltet sind.

Versuchen Sie, Gestaltungsprinzipien zu erkennen und zu verstehen, wann Flipcharts wirken – und was die Mechanismen hinter dieser Wirkung sind.

Beim Flipchart zum Thema „Goldene Regeln“ ist es vor allem die Farbe der Goldbarren und -münzen, welche die Atmosphäre des Flipcharts ausmachen.

Schritt 2: Tun Sie, was Sie wollen

Falls Sie bereits ein älteres Semester sind, erinnern Sie sich vielleicht noch an ein Buch, das in den 80er Jahren erschien: Die unendliche Geschichte. Falls Ihnen jetzt spontan der Name Limahl einfällt und Sie sich an den Hitparaden-Dauerbrenner von damals erinnern (und vielleicht auch die blonde Spike-Frisur des Sängers), dann welcome to the 80s club. Das war damals der Titelsong zur (wie ich fand, grottenschlechten) Verfilmung von Michael Endes gleichnamigen Buchs. Wenn Sie dieses zu lesen beginnen, dann finden Sie darin ganz am Anfang den Satz „Tu, was du willst“. Womit nicht gemeint ist, dass Sie Unfug treiben oder jeden Quatsch machen sollen, der einem einfallen könnte, sondern: Dass Sie das tun, was Ihrer Persönlichkeit entspricht. Wozu es Sie quasi treibt. Was in Ihrem Inneren vorhanden ist und sich Ausdruck verschaffen will. Dieser Satz gilt auch bei der Gestaltung von Flipcharts und Flipchart Präsentationen.

Beispiel 1: Schatten zeichnen – ja oder nein?

Ein Kursteilnehmer hat mich mal gefragt, ob er Schatten zeichnen soll. Darauf hab ich ihn gefragt, ob er Schatten zeichnen WILL – oder ob er sie nur zeichnet, weil ihm irgendein Flipchart-Plumperquatsch gesagt hat, dass ein Flipchart Schatten haben muss. (Hinweis für jüngere Leser: Plumperquatsch is ein Relikt der späten 70er – verzeihen Sie mir, ich bin Oldie. Aber googeln Sie das Wesen, wenn Sie’s interessiert. Ich verwende den Begriff hier für eine gewisse Spezies von Pseudo-Flipchartexperten, die gerne kategorische Aussagen darüber machen, wie Flipcharts auszusehen haben). Nach ein bisschen Reflexion kam der Teilnehmer zu dem Schluss, dass er Schatten liebt und in seinen Flipchart Präsentationen gerne mit ganz viel Schatten arbeitet und in Zukunft noch viel mehr Schatten zeichnen möchte. Das war für mich eine klare Ansage, ihn bei seiner Entdeckungsreise bestmöglich zu unterstützen. Und ich habe ihm kreative Aufgaben gegeben, mit denen er seine „Schattenwelt“ erforschen konnte. Nach dem Motto: Wenn schon Schatten, dann aber richtig geile Schatten. Schatten, die witzig sind, die auffallen, die etwas Besonderes sind. Schatten als einzigartige Gestaltungselemente.

Beispiel 2: Schwarzweiss oder Farbe

Wenn Sie meine Flipcharts ansehen, dann fällt Ihnen auf, dass ich fast immer in Schwarzweiss arbeite. Mit meinem Logo als einzigem farblichen Element. (Übrigens immer ohne Schatten und in fast allen Fällen ohne Rahmen – weil ich persönlich Schatten und Rahmen nicht mag.) Die Gründe dafür sind vielfältig, aber ich mache es kurz: Ich war immer schon ein Fan von Minimalismus. Als Cartoonistin habe ich immer den Fokus darauf gelegt, mit so wenig Strichen wie möglich zu arbeiten. Bei vielen Zeichnungen ringe ich um jeden einzelnen Strich. Diese Eigenheit von mir wurde dadurch verstärkt, dass ich einmal in Japan gelebt habe und die japanische Kultur sehr schätze, insbesondere leere Tatami Zimmer. Außerdem habe ich mich an der Uni in England intensiv mit Shakespeare beschäftigt. Und wie Ihnen wahrscheinlich bekannt ist, war die Bühne bei Shakespeare absolut leer. Das Bühnenbild existierte quasi nur in der Phantasie der Zuschauer. Auch bei meiner spirituellen Entwicklung stoße ich immer wieder auf das Prinzip der Leere als Gestaltungsprinzip & Inspiration. Das heißt: Schwarzweiss ist wirklich „Meins“.

Beispiel 3: Nochmal Schwarzweiss oder Farbe

Mit einer Praktikantin, die ein unglaubliches Talent für den Umgang mit Farben hatte, hatte ich eine Diskussion zum Thema Schwarzweiss oder Farbe. Wir tauschten unsere unterschiedlichen Weltbilder aus. Ich: Minimalismus ist alles. Auf den Strich kommt es an. Sie: Das Leben ist Farbe. Ohne Farbe geht gar nichts. Die Diskussion war faszinierend, und wir verstanden plötzlich beide, wie unterschiedlich Menschen die Welt sehen können. Und diese Vielfalt und Unterschiedlichkeit ist es, die das Leben ausmachen. Daher: erforschen Sie doch einmal, wie es Ihnen mit Farben geht. Ob Sie gerne mit Farben arbeiten. Und wenn ja: mit welchen arbeiten Sie besonders gerne? Welche mögen Sie weniger? Indem Sie Ihren natürlichen Neigungen folgen, beginnen Sie, an Ihrem individuellen Stil zu arbeiten.

Flipchart Überschrift Beispiel Flipchart Flow

Bei der Gestaltung des Flipcharts zum Thema Flow (den Blogartikel dazu finden Sie hier) dominieren zwei Elemente: Eine übergroße Comic Figur und die schnörkelige Headline.

Als zweite Aufgabe beim Flipchart Gestalten empfehle ich Ihnen:

Sammeln Sie einmal all die Gestaltungselemente, die Ihnen persönlich gefallen und mit denen Sie in Zukunft verstärkt arbeiten möchten. Und, ganz wichtig, machen Sie sich auch eine (gedankliche) Wegwerf-Liste. Darauf notieren Sie die Dinge, die Ihnen noch nie Spaß gemacht haben und die Sie immer nur gezeichnet haben, weil Sie dachten (oder weil man Ihnen erzählt hat), dass Sie das müssen.

Bei mir würde das etwa so aussehen: Ich verwende die Farben Schwarz sowie Rot (für mein Logo). Ich arbeite mit einem starken Fokus auf Figuren. Meine Flipcharts sind extrem minimalistisch, mit viel Leerraum und wenig Text. Und ich nutze auf fast allen Flipcharts Visual Storytelling. Auf meiner Wegwerfliste stehen Rahmen, Schatten, Boxen, Banner, Unterstreichungen, andere Farben u.v.m. – was aber nicht heißt, dass ich nicht auch mal das eine oder andere Element trotzdem einsetze.

Schritt 3: Finden Sie Ihren Stil

Wenn Sie wissen, mit welchen Elementen Sie gerne arbeiten, dann ist es jetzt an der Zeit, es auch zu tun. Nutzen Sie beim Flipchart Gestalten genau die Elemente, die Sie besonders gerne verwenden. Und lassen Sie all diejenigen weg, die Ihnen persönlich keinen Spaß machen. Sie werden sehen: Sobald Sie mit diesem Denken an Ihre Flipcharts herangehen, werden Sie quasi automatisch Ihren individuellen Stil entwickeln. Dieser kommt natürlich nicht über Nacht (aber muss er das?). Vielmehr wird er sich mit jedem neuen Flipchart immer klarer zeigen. Und hier noch ein paar Überlegungen als Inspiration für Sie:

Flipchart Regeln – zum Vergessen!

Wie ich oben schon geschrieben habe, halte ich nichts von den vielen Pseydo-Regeln für die Flipchartgestaltung. Die beiden Top-Themen Rahmen und Schatten hatte ich bereits weiter oben erwähnt. Und ich möchte hier nochmal darauf hinweisen: Wenn ein Flipchart mittelmäßig ist, dann hilft es auch nicht mehr, wenn Sie einen Rahmen drumherum zeichnen oder alle Ihre Icons oder Wörter mit Schatten versehen. Statt sich mit Nebenschauplätzen zu beschäftigen (und das sind Rahmen und Schatten), empfehle ich Ihnen: Zeichnen Sie grandiose Visuals und gestalten Sie damit Aufsehen erregende Flipcharts. Und wenn Ihr Publikum anfängt, Ihre Flipcharts zu fotografieren, dann wissen Sie, dass Sie was richtig machen!

Wer immer diese ulkigen Regeln erfunden hat, hat meines Erachtens grundsätzlich nicht begriffen, was in der Kunstgeschichte seit Jahrtausenden passiert: Ununterbrochen wurden geltende Regeln von innovativen Malern gebrochen. Viele von diesen wurden zu ihren Lebzeiten vom Establishment verachtet und zu Abschaum erklärt. Unter anderem die Impressionisten wie z.B. Monet. Heute werden Monets zu Millionenbeträgen verkauft (und die braven Regel-Befolger von damals hat man größtenteils vergessen).

Insofern bewegen Sie sich in illustrer Gesellschaft, wenn Sie beginnen, die geltenden Flipchart Regeln zu hinterfragen und Ihr eigenes Ding durchzuziehen. Und das ist ein Schritt um den kommen Sie nicht herum, wenn Sie wirklich grandiose Flipcharts gestalten wollen: Sie müssen aufhören, sich von anderen Menschen sagen zu lassen, was Sie tun soll. Stattdessen sind Sie dazu aufgerufen, Ihre eigene Kreativität zu entdecken und aus sich herauszuholen und aufs Flipchart zu bringen.

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Flipchart Regeln – es gibt sie doch!

Aber! Es gibt doch einige Regeln, die man kennen sollte. Dabei handelt es sich allerdings um Regeln, die mit der Art und Weise zu tun haben, wie wir Bilder anschauen (das korrekte Wort heißt, soweit ich weiß, Wahrnehmungspsychologie). Und das kann beim Flipchart Gestalten echt voll ins Auge gehen: Wenn Sie bei der Flipchartgestaltung gewisse (unausgesprochene) Regeln verletzen. Die allerdings dazu führen, dass Ihr Flipchart Gefühle oder Assoziationen hervorruft, die Sie nicht beabsichtigt haben.

Ein Klassiker ist die Gestaltung von Flipcharts mit Visual Storytelling (Hier finden Sie einen eigenen Blogartikel dazu). Sie kennen dieses Gestaltungsprinzip sicher. Der Klassiker des Visual Storytellings ist der Weg. Entlang des Weges positionieren Sie Icons oder kleine Bildelemente im Stile von Milestones. Auf diese Weise können Sie Prozesse, Projekte und Abläufe, speziell im Business, sehr eingängig und visuell ansprechend darstellen.

Und jetzt kommt das, was beim Visual Storytelling eine echte Gefahr ist: Wenn Sie den Weg von oben links nach unten rechts zeichnen (also so, wie man in unserem Kulturkreis einen Text liest), dann haben Sie zwei Gestaltungsprinzipien vermischt: Sie wollen Visual Storytelling machen, gießen es aber in eine Textform. Und das Ergebnis ist ein Projekt, Prozess oder Ablauf, der ganz oben beginnt – und ganz unten endet. Und für Business Menschen ist eine Kurve, die von oben nach unten verläuft, das Synonym für Verlust, negativ, Depression, wirtschaftlichem Zusammenbruch. Selbst, wenn Ihr Publikum bewusst nicht weiß, was mit ihrem Weg nicht stimmt – unterbewusst wird es Ihren Weg ablehnen.

Insofern gibt es also ein paar Regeln, die man beim Flipchart Gestalten kennen sollte. Wenn Sie sich näher damit beschäftigen wollen, dann finden Sie immer wieder Videos zu diversen Zeichenthemen auf meinem Youtube Kanal. Und wenn Sie tiefer in die Thematik einsteigen wollen, dann empfehle ich Ihnen unsere Zeichenkurse.

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Willkommens Flipchart

Ich habe schon viele Willkommens Flipcharts gesehen. Und dabei ist mir aufgefallen, dass diese Herzlich Willkommen Flipcharts oft sehr aufwändig und schön gestaltet sind. So dass ich als Teilnehmerin immer sehr gespannt war auf die Inhalte des Seminars und die weiteren Flipcharts. Leider ist es fast immer so gewesen: Das Willkommens Flipchart toll. Aber kaum fing der Vortrag oder das Seminar an, kamen die üblichen Flipchart: Mit viel Text und wenig oder keinen Bildern.

Das war für mich extrem enttäuschend. Und ich hab mich auch fast ein bisschen auf den Arm genommen gefühlt. Denn ich hab mir die Frage gestellt: Wieso wird so viel Wert auf ein Willkommens Flipchart gelegt, wenn danach eine konventionelle Flipchart Präsentation gezeigt wird? Dadurch wird bei mir als Teilnehmerin zuerst eine Erwartungshaltung erzeugt, aber in Folge enttäuscht. Das Ergebnis: Eine Achterbahnfahrt aus Vorfreude, Frustration und Langeweile. Daher empfehle ich allen Menschen, die zu mir ins Flipchart Coaching oder in meine Zeichenkurse kommen, entweder das Willkommens Flipchart zu reduzieren und an die folgenden Flipcharts anzupassen. Oder (und das halte ich für den spannenderen Weg) alle anderen Flipcharts genauso aufregend und schön wie das Willkommens Flipchart zu gestalten.

Tipp: Verwenden Sie auf Ihren Willkommens Flipcharts doch einfach mal ein anderes Wort als „Willkommen”. Nutzen Sie die Möglichkeit, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Um Ihnen ein paar Beispiele zu geben, was ich damit meine: Statt auf Ihr Flipchart Willkonmen zu schreiben, könnten Sie doch zur Abwechslung einmal aktivierende Aussagen wie „Los geht’s” oder „Let’s start!” verwenden. Oder Sie Ihr Willkommens Flipchart, um den Titel Ihrer Veranstaltung anzukündigen (wie ich das oben beim Flipchart mit den Goldenen Regeln gemacht habe).

Ich verwende beide Techniken sehr gerne in Kombination mit einem großen Flipchart Männchen (oft nur Gesicht und Oberkörper). Sie erzielen damit maximale Aufmerksamkeit und wecken Neugier & Interesse. Sie werden feststellen, dass Ihr Publikum sehr oft Ihre Flipcharts abfotografiert. Wenn Sie in dieser Situation noch darauf hinweisen, dass Sie sich über Postings in den Social Media freuen – dann haben Sie mit Ihrem Willkommens Flipchart sowohl ein Tool für Ihr digitales Marketing geschaffen als auch Fans, die über Sie und Ihre Veranstaltung posten. Perfekt, oder?

Flipchart Überschriften neu denken

Wenn Sie Ihre Flipcharts und Flipchart Präsentationen nach dem Bildprinzip gestalten, bedeutet das: Die Regeln der Textgestaltung gelten nicht mehr. Das betrifft auch die Flipchart Überschriften.  Auch wenn es Über-Schrift heißt, muss diese nicht oben auf dem Flipchart positioniert sein. Sondern Sie können Ihre Flipchart Überschrift überall auf dem Flipchart platzieren.

Als Inspiration habe ich hier auf Pinterest eine Sammlung von Plakaten mit Überschriften. Schauen Sie sich einmal an, wo überall Überschriften stehen können. Sie werden beim Betrachten feststellen, dass die Überschrift genauso oft unten auf den Plakaten steht wie oben. Und trotzdem „funktioniert“ das Plakat. D.h.: es ist völlig klar, dass der Text aussagt, worum es auf dem Plakat geht. Nutzen Sie dieses Wissen für Ihre Flipchart Gestaltung!

Flipchart Der erste Strich

Das Geheimnis dieses Flipcharts liegt in dem hohen Anteil an leerer Fläche (es entstand ursprünglich, als ich für die Ballsaison 2019 ein Balkleid mit Cartoons bemalt habe – und angesichts des jungfräulich weißen Stoffes leicht nervös wurde).

Als dritte Aufgabe beim Flipchart Gestalten empfehle ich Ihnen:

Nehmen Sie jetzt Ihre Lieblingselemente und konzentrieren Sie sich voll darauf, wie Sie mit diesen Elementen bestmöglich spannende Flipcharts und Flipchart Präsentationen gestalten können. Und ein Hinweis aus eigener Erfahrung: Manchmal werden Sie an den Punkt kommen, wo Sie nicht weiterwissen. Lassen Sie in einem solchen Fall ihr Flipchart einfach ein, zwei Tage ruhen. In der Regel werden Sie dann plötzlich eine Idee haben, wie Sie es gestalten möchten.

Flipcharts gestalten mit Visual Storytelling

Wenn Sie beim Flipcharts Gestalten noch einen drauf setzen möchten, dann empfehle ich Ihnen, mit Visual Storytelling zu arbeiten. Visual Storytelling heißt einfach nur, dass Sie Ihre Flipchart Präsentationen in Form von Bildergeschichten präsentieren. Durch diese Art der Darstellung bleibt Ihr Thema Ihrem Publikum schneller & leichter in den Köpfen. Außerdem wecken Sie verstärkt Neugier & Interesse und erhöhen die Aufmerksamkeit. Hier geht’s zum…

Barbara Roth ist international führende Business Cartoonistin

Cartoonist Barbara Roth cartoonsbyroth

„ Ich unterstütze Unternehmen und Einzelpersonen dabei, das eigene kreative Potenzial für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung und Transformation zu nutzen – und so noch erfolgreicher zu sein.”

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