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Flipcharts gestalten mit Visual Storytelling

Sie möchten gerne einzigartige & unterhaltsame Flipcharts gestalten – mit Flipchart Männchen und humorvollen Sketchnotes? Die Ihr Publikum faszinieren, motivieren und Ihre Botschaften auf humorvolle Weise in den Köpfen verankern? Dann nutzen Sie Visual Storytelling für Ihre Flipchart Präsentationen. Dieses Gestaltungsprinzip ist im Grunde ganz einfach. Denn es geht einfach nur darum, Geschichten zu erzählen. Und Ihre Präsentationen am Flipchart in unterhaltsame visuelle Abenteuerreisen zu verwandeln. In diesem Blogartikel lernen Sie 5 einfache Schritte kennen, mit denen Sie erste, einfache Geschichten erzählen können.

(Lesezeit: 7 Min.)

Cartoonist Barbara Roth cartoonsbyroth

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Schritt 1: Was ist Ihr Ziel beim Flipchart gestalten?

Dieser Schritt ist der wichtigste beim Flipchart gestalten: Dass Sie sich zuerst einmal ein paar strategische Gedanken machen. Dieser Schritt kann – und ich spreche aus eigener Erfahrung – ein bisschen zäh und mühsam sein, weil es dabei um Selbsterkenntnis und Reflexion geht. Indem wir uns die Frage stellen. Was genau ist das wirkliche Ziel unserer Flipchart Präsentation? Klar, dass Sie Inhalte vermitteln und Themen visuell darstellen möchten. Aber darüber hinaus? Was ist Ihr dahinter liegendes Ziel? Nicht nur für die Gestaltung Ihres Flipcharts oder einer Flipchart Präsentation.

Sondern vielmehr: Was ist Ihr Lebensziel bzw. Ihre Aufgabe im Leben? Dieses Ziel und diese Aufgabe sind immer mit Ihren persönlichen Werten verbunden. Bei Unternehmen wird das Mission (oder “Mission Statement”) genannt. Und es lohnt sich, auf die Suche nach dieser persönlichen „Mission“ zu gehen. Denn jeder Mensch hat eine andere Mission. Oder spirituell gesprochen: Eine andere Aufgabe in seinem Leben (einen anderen „Seelenplan”). Wenn Sie Ihre Aufgabe im Leben kennen, dann ist das wie ein Leuchtturm oder ein Wegweiser, der Ihnen hilft, schneller & leichter zu entscheiden, was das Richtige in einer Situation ist. Beim Flipchart Gestalten bedeutet das: Sie finden Ihren persönlichen Stil – und Sie wissen, warum genau dieser Stil der Richtige für Sie ist. Es lohnt sich also, sich Gedanken über die eigene Mission zu machen – und dieses Wissen dann bei der Gestaltung Ihrer Flipcharts und Flipchart Präsentationen einfließen zu lassen.

Als Beispiel: Als Business Cartoonistin finde ich mich immer in der Rolle eines Menschen, der andere inspiriert, ihnen neue Blickwinkel ermöglicht und dazu ermutigt, die eigene Kreativität zu entdecken und selbstbewusst zu leben. Dieses Ziel zeigt sich in meinen wichtigsten Werten. Diese sind: Freiheit, Lernen, Freude, Liebe und Anerkennung. Diese Werte, zusammen mit meinem übergeordneten Ziel zeigt sich bei allem, was ich beruflich tue. Auch in meinen Flipcharts. Diese sind so gestaltet, dass sie die Kreativität des Publikums anregen, unterhaltsam sind und Dinge auf den Punkt bringen. Dabei kommuniziere ich mit meinem Publikum auf Augenhöhe und verpacke Lerninhalte so, dass etwa die Teilnehmer in meinen Zeichenkursen angeregt und motiviert werden.

Als erste Aufgabe beim Flipchart Gestalten mit Visual Storytelling empfehle ich daher:

Machen Sie sich bewusst, was Ihre Mission und Ihre Werte sind. Damit Sie diese Werte auch in Ihren Flipchart Präsentationen rüberbringen können. Über das Wie? und Wo? machen Sie sich erst später Gedanken. Jetzt geht es erst einmal darum, theoretisch zu überlegen: Was will ich eigentlich im Leben? Was ist mir wichtig? Wofür stehe ich? Wobei verspüre ich Freude & was macht mich glücklich?

Tipp: Falls Sie akut eine Flipchart Präsentation gestalten müssen, weil Sie Termindruck haben, vergessen Sie momentan diesen Schritt. Erstellen Sie mit Hilfe der folgenden Schritte eine spannende Präsentation und wenden Sie sich Ihrer Mission erst wieder zu, wenn Sie die Muße dafür haben.

Schritt 2: Beginnen Sie, in Geschichten zu denken

Beim Präsentieren am Flipchart (und natürlich auch in PowerPoint, aber dazu mehr in einem anderen Blogartikel) haben Sie die wunderbare Möglichkeit, Geschichten zu erzählen. Allerdings tut das kaum jemand. Meiner Beobachtung nach sind die meisten Flipchart Präsentationen keine Geschichten. Was sehr schade ist und eine verpasste Gelegenheit. Denn Geschichten haben einen riesengroßen Vorteil: Sie bleiben leichter und schneller in Erinnerung.

Die einzigartige Wirkungsweise von Geschichten für Flipchart Präsentationen nutzen

Sie kennen die Wirkungsweise, falls Sie sich schon einmal mit Mnemotechniken beschäftigt haben (Techniken, mit deren Hilfe man sich leichter und schneller viele Dinge merken kann). Ein Grundprinzip dieser Techniken ist es, die Dinge, die man sich merken will, in einer Geschichte zu verknüpfen. Sehr oft stellt man sich die Geschichte auch noch konkret visuell vor, indem man sie der Reihe nach entlang eines Weges (oder in einem anderen Raum) anordnet. Und zwar so, dass man quasi nur den Weg entlanggehen muss (oder sich im Raum umschauen muss), um sich auf die Weise ganz leicht an die darin positionierten Objekte erinnern zu können. Indem wir also einzelne Dinge in einen chronologischen Ablauf (Geschichte) verpacken, können wir sie uns leichter merken. Und diese einzigartige Wirkungsweise von Geschichten sollten wir uns zu Nutze machen, wenn wir am Flipchart präsentieren.

Welche Themen eignen sich fürs Geschichten Erzählen am Flipchart?

Jetzt kommen wir zum Inhaltlichen. Grundsätzlich können Sie jedes Thema als Visual Storytelling darstellen. Dabei kann es sich um ein sehr kompaktes Thema handeln. Ein typisches Beispiel ist der Ablaufplan einer Veranstaltung wie z.B: eines Seminars, Vortrags oder einer Veranstaltung. Es ist auch möglich, längere Zeitspannen darzustellen, z.B. Biografie einer Person oder eine Unternehmenshistorie. Hier erstreckt sich das Visual Storytelling über mehrere Jahrzehnte. Und Sie können auch noch viel größere und komplexere Dinge darstellen: Im Falle eines Unternehmens lassen sich Change & Veränderungen aller Art mit Cartoons auf besonders effektive und gleichzeitig unterhaltsame Weise darstellen. Ein Beispiel finden Sie in diesem Blogartikel, in dem ich Ihnen als herausragendes Visual Storytelling Beispiel ein Poster für die ÖBB vorstelle.

Als zweite Aufgabe beim Flipchart Gestalten mit Visual Storytelling empfehle ich Ihnen daher:

Fangen Sie damit an, die Inhalte Ihrer Präsentationen als Geschichten zu denken – und zwar so:

  1. Was ist die Ausgangssituation, wo die Geschichte beginnt?
  2. Wo und wie endet die Geschichte? Was ist das Ergebnis?
  3. Was ist die Herausforderung, das Problem oder die Krise, die es dabei zu überwinden gilt?

Diese drei Elemente sind die Grundpfeiler jeder Geschichte. Vergessen Sie zuerst einmal alle möglichen weiteren Elemente, von denen Sie vielleicht bei der Beschäftigung mit Storytelling und der Heldenreise gehört oder gelesen habe. Damit meine ich nicht, dass all die anderen Elemente unwichtig oder unrichtig sind. Damit meine ich nur: Gehen Sie pragmatisch vor und entwickeln Sie zuerst einmal ganz einfache Geschichten, die funktionieren. Sie werden sehen, dass Sie bereits mit scheinbar simplen Geschichten positiv auffallen werden und Ihr Publikum begeistern können.

Tipp: Zwei Flipchart Klassiker, die Sie mit dieser Grundstruktur hervorragend gestalten können, sind a) das Ablauf Flipchart, auf dem Sie die Agenda Ihres Workshops oder die Inhalte Ihrer Präsentation vorstellen. Und b) das Flipchart mit Ihrer Selbstpräsentation. Diese beiden Flipcharts haben den Vorteil, dass es sich immer um chronologische Abläufe handelt. Sie können also sehr einfach Anfang und Ende definieren. Und in beiden Fällen finden Sie sehr leicht das dritte Element – die Krise, Herausforderung oder das Problem, welches es zu überwinden gilt.

Schritt 3: Bauen Sie Ihre Geschichte Stück für Stück weiter aus

Wenn Sie Anfang, Ende und zentrale Herausforderung Ihrer Geschichte gefunden haben, dann geht es darum, weitere wichtige Stationen auf dem Weg zu definieren. Um es wieder konkret zu machen: Im Falle einer Biografie sind das all die Dinge, die wirklich wichtig waren: Schulische oder berufliche Abschlüsse, private Lebensereignisse und Ihre persönliche Entwicklung. Im Falle eines Unternehmens geht es um die Höhen und Tiefen im Laufe der Zeit, neue Produkte oder Dienstleistungen, Wechsel in der Führungsetage usw.. Wenn Sie ein Projekt mittels Visual Storytelling darstellen möchten, dann sind wichtige Milestones des Projekts das Gerüst für Ihr Visual Storytelling. Und bei einem Event oder Training nehmen Sie Ablauf oder Trainingsdesign als Milestones für die Darstellung mittels Visual Storytelling.

Die Formulierung „Milestones“ ist übrigens ein schöne bildliche Formulierung: Der „Meilenstein” als Markierung am Rand vom Weg, der einem zeigt, wie weit man schon ist.

Schritt 4: Der Weg als simpler Visual Storytelling Klassiker

Ein Klassiker des Visual Storytellings ist der Weg. Wenn Sie am Flipchart zeichnen, dann zeichnen Sie einen gekrümmten Weg von links unten nach rechts oben (die Richtung von unten nach oben ist wichtig!). Arrangieren Sie die bei Punkt 3 erwähnten Milestones entlang des Weges.

Schritt 5: Schicken Sie ein Flipchart Männchen auf die Heldenreise

In den ersten vier Schritten haben Sie die Story entwickelt. Was jetzt noch fehlt, sind Held oder Heldin, die sich auf die Heldenreise begeben, d.h. durch die Bildergeschichte führen. Im Falle der Biografie ist es einfach, so eine Figur zu finden: Es ist diejenige Person, um deren Leben es geht. Sie entwickeln als ein Flipchart Männchen, das den Helden oder die Heldin darstellt. Und diese Comic Figur lassen sie die Geschichte erleben. Was aber machen Sie bei einer Gruppe von Menschen? In diesem Fall verwenden Sie einfach einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin. Die Herausforderung besteht lediglich darin, eine Figur zu finden, die Sie als Symbol für eine Gruppe oder gar ein ganzes Unternehmen verwenden können. Wenn Sie dass Thema näher interessiert, finden Sie hier mehr zum Thema Visual Storytelling mit der Heldenreise.

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Weitere Inspirationen fürs Flipchart Gestalten

Hier noch einige Gedanken, die mir bei meiner eigenen Arbeit mit Flipcharts in den Kopf gekommen sind.

Willkommens Flipcharts

Ich habe schon viele Willkommens Flipcharts gesehen. Und dabei ist mir aufgefallen, dass speziell diese Herzlich Willkommen Flipcharts oft sehr aufwändig und schön gestaltet sind. So dass ich als Teilnehmerin immer sehr gespannt war auf die Inhalte des Seminars und die weiteren Flipcharts. Leider ist es immer (ja, wirklich, in allen Fällen) so gewesen, dass das Willkommens Flipchart toll war – und kaum fing der Vortrag oder das Seminar an, kamen die üblichen textlastigen Flipcharts mit lediglich dem einen oder anderen Dekoelement.

Das war für mich extrem enttäuschend. Und ich hab mich auch fast ein bisschen auf den Arm genommen gefühlt. Denn ich hab mir die Frage gestellt: Wieso wird so viel Wert auf ein Willkommens Flipchart gelegt, wenn danach nur noch die üblichen Standard-Flipcharts gezeigt werden? Dadurch wird bei mir als Teilnehmerin zuerst eine Erwartungshaltung erzeugt, aber in Folge enttäuscht. Das Ergebnis: Eine Achterbahnfahrt aus Vorfreude, Frustration und Langeweile. Daher empfehle ich allen Menschen, die zu mir ins Flipchart Coaching kommen, entweder das Willkommens Flipchart genauso klassisch wie alle weiteren Flipcharts zu gestalten. Oder (und das halte ich für den spannenderen Weg) alle anderen Flipcharts genauso aufregend und schön wie das Willkommens Flipchart zu gestalten.

Tipp: Versuchen Sie, auf Ihrem Willkommens Flipchart nicht immer nur das Wort „Willkommen” zu verwenden. Suchen Sie stattdessen nach anderen Wörtern, die zum Charakter Ihres Vortrags, Ihres Seminars oder Ihres Workshops passen. Um Ihnen ein Beispiel zu geben: Ich nutze gerne aktivierende Aussagen wie „Los geht’s” oder „Let’s start!” Mit diesen Aussagen gestalten Sie den Tagesbeginn gleich viel dynamischer und sorgen dafür, dass Ihre Teilnehmer sich unterbewusst bereits darauf einstellen, aktiv zu werden.

Barbara Roth ist international führende Business Illustratorin & Cartoonistin

Cartoonist Barbara Roth cartoonsbyroth

„ Ich unterstütze Unternehmen und Einzelpersonen dabei, das eigene kreative Potenzial für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung und Transformation zu nutzen – und so noch erfolgreicher zu sein.”

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Weitere Inspirationen zum Thema Flipchart gestalten & Visual Storytelling…

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